
Rechtsextreme Ost-Jugend: „Wenn einer aus der Freundesgruppe Hitlergruß macht, heißt das abhitlern“
Rechtsextreme Ost-Jugend : „Wenn einer aus der Freundesgruppe Hitlergruß macht, heißt das abhitlern“ Von Melanie Mühl 12.07.2026, 14:27Lesezeit: 7 Min. Vom Ostalgieobjekt zum politischen Symbol: Fahrer von Simson-Mopeds...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Rechtsextreme Ost-Jugend : „Wenn einer aus der Freundesgruppe Hitlergruß macht, heißt das abhitlern“ Von Melanie Mühl 12. 2026, 14:27Lesezeit: 7 Min. Vom Ostalgieobjekt zum politischen Symbol: Fahrer von Simson-Mopeds bei einer gemeinsamen Ausfahrt mit AfD-Vertretern in Sachsen-AnhaltPicture AllianceHakenkreuze an Garagen, rechte Parolen in Schulen und eine Siebzehnjährige, die im Gefängnis mit Beate Zschäpe bastelt: ein Gespräch mit Manuela Müller über die Radikalisierung der Jugend in ihrer ostdeutschen Heimat.
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Frau Müller, das Wort „abhitlern“ taucht in Ihrem Buch über die Radikalisierung der ostdeutschen Jugend mehrfach auf. Es ist ein gängiger Begriff unter rechten Jugendlichen. Zum ersten Mal begegnete mir das Wort in Unterlagen des sächsischen Verfassungsschutzes.
Die Einzelheiten
Später habe ich festgestellt, dass Jugendliche es ganz selbstverständlich benutzen. Wenn einer aus der Freundesgruppe Hitlergruß macht, heißt das „abhitlern“. „Abhitlern“ ist für Sie auch ein Hinweis darauf, wie selbstverständlich rechtsextreme Begriffe geworden sind.
Das trifft auch auf Hakenkreuze im öffentlichen Raum zu. Warum handelt es sich dabei um mehr als vereinzelte Straftaten? Ich beobachte diese Radikalisierung im Osten seit mehr als zwanzig Jahren.
Über Hakenkreuzschmierereien habe ich schon in den Nullerjahren geschrieben. Damals tauchten sie immer wieder in bestimmten Wohngebieten auf. Heute sehe ich Hakenkreuze an Garagen, eingeritzt in Bäume oder irgendwo hingeschmiert.
Was Experten sagen
Und die Menschen laufen daran vorbei. Es scheint kaum noch jemanden zu stören. Ich glaube, dass es bis zum Beginn der Corona-Zeit noch eine Schamgrenze gab.
Rechtsextreme Einstellungen waren da, aber viele Menschen wollten sich öffentlich nicht damit identifizieren. Nach Corona hatte ich den Eindruck, dass gerade unter Jugendlichen andere Themen verschwunden sind. Klima oder Umwelt spielten kaum noch eine Rolle.
Stattdessen ging es immer häufiger um die Frage: Bist du rechts oder links? Manuela Müller arbeitet für die „Freie Presse“ in Chemnitz. Maximilian GödeckeSie hätten über die Radikalisierung der Jugend auch ein klassisches Sachbuch schreiben können.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





