
Salzburg: Kulturschaffende wollen Stefan-Zweig-Villa der Öffentlichkeit zugänglich machen
Anwesen von Wolfgang Porsche in Österreich Kulturschaffende wollen Stefan-Zweig-Villa der Öffentlichkeit zugänglich machen Im Paschinger Schlössl in Salzburg empfing der Schriftsteller Stefan Zweig einst Kollegen wie...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Anwesen von Wolfgang Porsche in Österreich Kulturschaffende wollen Stefan-Zweig-Villa der Öffentlichkeit zugänglich machen Im Paschinger Schlössl in Salzburg empfing der Schriftsteller Stefan Zweig einst Kollegen wie Thomas Mann. Mittlerweile gehört das Anwesen Wolfgang Porsche, er will es verkaufen. Nun fordern Künstler den Staat zum Eingreifen auf.
32 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Paschinger Schlössl in Salzburg (2022): »Kulturelle Pflicht gegenüber künftigen Generationen« Foto: Manfred Siebinger / IMAGO Österreichische Kulturschaffende haben eine Kampagne gestartet, um die Villa, die einst dem Schriftsteller Stefan Zweig gehörte, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die Einzelheiten
Zuvor hatte der heutige Eigentümer Wolfgang Porsche die Immobilie zum Verkauf ausgestellt: Auf der französischen Immobilienplattform »Le Figaro Properties« wird das Paschinger Schlössl für 12,7 Millionen Euro gehandelt. Vergangenes Jahr waren Porsche und sein Schlösschen wegen eines geplanten Bauprojekts in die Schlagzeilen geraten: Der Aufsichtsratschef des Automobilkonzerns plante eine unterirdische Zufahrt zu seinem Anwesen – einen 500 Meter langen Tunnel, der unter der Salzburger UNESCO-Weltkulturerbe-Zone verlaufen soll. Bild vergrößern Wolfgang Porsche Foto: Ronny Hartmann / Das Projekt wurde im September von einem Stadtgremium bewilligt.
Aktivisten sowie Politiker der Grünen und der Kommunistischen Partei Österreichs stellten sich gegen das Projekt. Aus Porsches Umfeld sei Kritik an angeblichem »Reichen-Bashing« laut geworden – und womöglich war die Kritik auch ein Grund für Porsches gegenwärtige Verkaufsüberlegungen. Die Initiatoren der Petition »Öffentliche Stefan-Zweig-Villa« sehen darin die »Möglichkeit, diesen einzigartigen Ort öffentlich zugänglich und nutzbar zu machen«.
Die nunmehrige Gelegenheit sollte »unbedingt ergriffen werden«. Es sei möglich, »das Haus von Stefan Zweig als kulturelles Erbe zu erhalten und die Bedeutung für die österreichische wie auch die europäische Kulturgeschichte für alle erlebbar zu gestalten«, heißt es im Text zur Petition . 7800 Quadratmeter mit Musik- und LiteraturgeschichteZu den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern der Kampagne gehören unter anderem der Musiker Hubert von Goisern, Schauspieler Harald Krassnitzer, Dirigentin Elisabeth Fuchs, die Ehrenpräsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg Hanna Feingold sowie Salzburgs ehemaliger SPÖ-Bürgermeister Heinz Schaden.
Die Initiatoren bezeichnen den Erwerb der Zweig-Villa als »kulturelle Pflicht gegenüber künftigen Generationen«. Mit ihrem Appell richten sie sich an die österreichische Bundesregierung, die Landesregierung Salzburg und die Stadt Salzburg.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





