
Schwache Konjunktur: Pekinger Ökonom sieht Chinas Wirtschaft in der Krise
Schwache Konjunktur : Pekinger Ökonom sieht Chinas Wirtschaft in der Krise Von Gustav Theile, Shanghai 17.07.2026, 15:20Lesezeit: 4 Min. Drei Jahre Wirtschaftskrise: Ein Mann hält ein Nickerchen in Peking.APChinas...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Schwache Konjunktur : Pekinger Ökonom sieht Chinas Wirtschaft in der Krise Von Gustav Theile, Shanghai 17. 2026, 15:20Lesezeit: 4 Min. Drei Jahre Wirtschaftskrise: Ein Mann hält ein Nickerchen in Peking.
APChinas Wirtschaft wird häufig als k-förmig beschrieben: Hightech boomt, der Rest kriselt. Ein bekannter Fachmann sagt: Das stimmt nicht, seit drei Jahren herrscht Flaute. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wer es gut meint mit der chinesischen Wirtschaft, attestiert ihr eine k-förmige Entwicklung.
Die Einzelheiten
Der Strich nach oben sind in diesem Bild die Technologie-Branchen, die den Export dominieren und die im Zentrum der Strategie des Präsidenten Xi Jinping stehen: Autos, Batterien, Solarpaneele, Roboter, Chemie. Der Strich nach unten sind weite Teile der restlichen Wirtschaft: der darbende Konsum, die kollabierte Immobilienwirtschaft, die sinkenden Investitionen, die hohe Verschuldung der Lokalregierungen. Ausgerechnet einer der bekanntesten chinesischen Ökonomen ist mit diesem K-Bild nun scharf ins Gericht gegangen.
„Das größte Problem der chinesischen Volkswirtschaft ist keine k-förmige Spaltung, sondern die seit drei Jahren andauernde allgemeine Schwäche“, sagte David Daokui Li, Professor an der Pekinger Elite-Uni Tsinghua, in einer Onlinevorlesung Anfang Juli. Das K-Bild führe „in die Irre“, sagt Li: „Die obere Linie allein kann das wirtschaftliche Fundament nicht tragen. “ Der „Übergang zwischen altem und neuem Wachstum ist gescheitert“.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Die Botschaft, die diese Analyse vermittelt, hat es in sich: Die von Xi auserkorenen Hightech-Branchen tragen die Wirtschaft nicht. Wie hoch ist das Wachstum?
Was Experten sagen
Mit den offiziellen Wachstumszahlen hat das Bild, das Li zeichnet, ohnehin wenig zu tun. Die Wirtschaft legte im zweiten Quartal um 4,3 Prozent zu, teilte Peking in dieser Woche mit. Das ist zwar deutlich weniger als die eigentlich angepeilten 4,5 bis fünf Prozent Wachstum, die sich Peking für dieses Jahr vorgenommen hat.
Auch an diesen Zahlen gibt es aber noch erhebliche Zweifel. Die verschiedenen Bestandteile, die üblicherweise das Wachstum in Volkswirtschaften ausmachen, geben diese Wachstumszahlen kaum her. Manche Beobachter gehen deshalb von einem deutlich niedrigeren tatsächlichen Wachstum aus.
Logan Wright von der US-Denkfabrik Rhodium taxierte es in der britischen Zeitung „Financial Times“ auf null bis ein Prozent im zweiten Quartal. Tsinghua-Professor Li verwies etwa auf die bedenklich rückläufigen Anlageinvestitionen in der Volksrepublik. Diese sind in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 4,1 Prozent gesunken.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




