
Sipri-Studie: Uno-Friedensmissionen erreichen historischen Tiefstand
Geldprobleme Zahl der Einsatzkräfte in Uno-Friedensmissionen fällt auf historischen Tiefstand Weltweit sind so wenige Einsatzkräfte in Friedensmissionen aktiv wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Friedensforschern zufolge...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Geldprobleme Zahl der Einsatzkräfte in Uno-Friedensmissionen fällt auf historischen Tiefstand Weltweit sind so wenige Einsatzkräfte in Friedensmissionen aktiv wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Friedensforschern zufolge bremsen massive Finanzierungslücken die Arbeit der Uno und regionaler Organisationen aus. 36 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Ein blauer Helm einer Uno-Einsatzkraft Foto: Joerg Boethling / IMAGO aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Die Zahl der internationalen Einsatzkräfte in Friedensmissionen ist drastisch gesunken.
Dies geht aus dem jüngsten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri hervor. Demnach waren Ende 2025 weltweit nur noch 78. 633 Soldaten, Polizisten und zivile Kräfte in Missionen der Vereinten Nationen und anderer Organisationen im Einsatz.
Das entspricht einem Rückgang von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit 2016 hat sich die Zahl sogar nahezu halbiert. Damit sei der niedrigste Stand seit mindestens 25 Jahren erreicht worden, teilt Sipri vor dem Internationalen Tag der UN-Friedenstruppen am 29.
Was Experten sagen
Besonders betroffen sind demnach die klassischen Blauhelmmissionen der Vereinten Nationen. Milliardenlücke bei der FinanzierungAls zentralen Grund nennen die Forscher massive Finanzierungsprobleme. So hätten den UN-Friedenseinsätzen im Juli 2025 rund zwei Milliarden US-Dollar gefehlt, was mehr als einem Drittel des vorgesehenen Budgets von 5,6 Milliarden Dollar für den Zeitraum 2024/25 entspricht.
Deshalb hätten mehrere Missionen Personal abbauen müssen. Wichtige Geberstaaten hätten zugesagte Mittel verspätet oder nur teilweise überwiesen. Mehr zum Thema Bundeswehr: Armee auf Selbstfindungsmission Von Stefan Hunglinger Die Friedensmacher: Krisenbewältigung ohne Militär Uno-Bericht: Weltweit 326 humanitäre Helfer im vergangenen Jahr getötet Laut Sipri geraten auch regionale Organisationen zunehmend unter Druck.
So kämpften die Afrikanische Union, die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa ebenfalls mit Geldmangel und blockierten Entscheidungsprozessen. Auswirkungen zeigten sich unter anderem bei Einsätzen im Sudan und im Kontext des Krieges in der Ukraine.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





