
Social-Media-Verbot in Australien: Regierung plant höhere Geldstrafen für Konzerne
TikTok, Instagram und Co. Australien verdoppelt Geldstrafen für Verstöße gegen Social-Media-Verbot für Kinder Konzerne in Australien sollen bald deutlich mehr Strafe zahlen, wenn sie gegen das Verbot bestimmter sozialer...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: TikTok, Instagram und Co. Australien verdoppelt Geldstrafen für Verstöße gegen Social-Media-Verbot für Kinder Konzerne in Australien sollen bald deutlich mehr Strafe zahlen, wenn sie gegen das Verbot bestimmter sozialer Medien für Kinder und Jugendliche verstoßen. Denn: Eine Studie zeigt, dass die Maßnahme bisher kaum wirkt.
51 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Drei Elfjährige in Sydney nutzen ihre Smartphones vor ihrem Schulgebäude Foto: Rick Rycroft / AP / dpa aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Rund ein halbes Jahr nach dem weltweit ersten Start eines Social-Media-Verbots für Kinder ringt Australien mit der Durchsetzung. Nun plant die Regierung, eine Verschärfung des Gesetzes zu prüfen. Premierminister Anthony Albanese erklärte, dass ein Schwerpunkt unter anderem darauf liege, die Internet-Aufsichtsbehörde mit mehr Befugnissen auszustatten.
Außerdem sollen die Konzerne stärker belangt werden: Wie die Regierung am Samstag mitteilte, wird die Höchststrafe für systematische Verstöße auf 49,5 auf 99 Millionen australische Dollar (59,9 Millionen Euro) verdoppelt. Das Gesetz verbietet Plattformen wie Instagram und YouTube seit Ende 2025, Konten für Nutzer unter 16 Jahren anzubieten. Wirkung des Gesetzes bisher eher ernüchterndEine in dieser Woche veröffentlichte Studie ergab, dass drei Monate nach Inkrafttreten des Verbots im Dezember 2025 noch 85 Prozent der Australier im Alter von zwölf bis 15 Jahren weiterhin soziale Medien genutzt haben.
Was Experten sagen
Zwei Drittel blieben online, indem sie ein Alter über 16 Jahre angaben oder ein Selfie einer Person posteten, die die Plattform als alt genug akzeptierte. »Wir haben keine hinreichenden Belege dafür gefunden, dass das Gesetz bereits nennenswerte Auswirkungen auf die Nutzung sozialer Medien bei Jugendlichen unter 16 Jahren hatte«, heißt es in der von australischen Forschern vorgenommenen und am Donnerstag im renommierten »British Medical Journal« veröffentlichten Studie. Auch in Deutschland wird an einer möglichen Variante des australischen Modells gearbeitetDie Regierung und die Behörden in Australien haben bereits rechtliche Schritte gegen mehrere Plattformen angekündigt, sollten sie das Gesetz systematisch umgehen.
Auf der anderen Seite hat das Onlineforum Reddit vor dem High Court eine Klage gegen das Verbot eingereicht, die sich noch in der Vorverhandlung befindet. »Wir wollen sicherstellen, dass die Gesetze so stark wie möglich sind und allen rechtlichen Anfechtungen standhalten«, sagte Regierungschef Albanese dem Sender ABC .
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





