
Stillstand in Frankfurt: Die CDU im Bündnislabyrinth
Stillstand in Frankfurt : Die CDU im Bündnislabyrinth Ein Kommentar von Carsten Knop 29.05.2026, 20:52Lesezeit: 3 Min. Blick auf den Frankfurter Römer.Lucas BäumlGrüne und Volt bilden unverhofft einen festen Block im...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Stillstand in Frankfurt : Die CDU im Bündnislabyrinth Ein Kommentar von Carsten Knop 29. 2026, 20:52Lesezeit: 3 Min. Blick auf den Frankfurter Römer.
Lucas BäumlGrüne und Volt bilden unverhofft einen festen Block im Frankfurter Stadtparlament. Ohne ihre Zustimmung findet die CDU keine tragfähige Mehrheit zur Führung der Metropole. Wenn das die Wähler gewusst hätten.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Schon zweieinhalb Monate sind seit der Kommunalwahl vergangen, doch im Frankfurter Römer regiert statt politischer Führung das taktische Kalkül. Wer geglaubt hatte, das Votum der Wähler für einen Politikwechsel – mit der CDU als stärkster Kraft vor den auf Platz zwei verwiesenen Grünen – würde zügig in eine handlungsfähige Stadtregierung münden, sieht sich getäuscht. Frankfurt leistet sich eine politische Hängepartie, die angesichts der städtischen Herausforderungen fahrlässig ist.
Die Gründe dafür sind vielfältig: Das taktische Ungeschick der CDU und eine Erpressung durch die Grünen sind die beiden wichtigsten. Es gibt deshalb keine tragfähige Regierungsmehrheit, auf die normal denkende Menschen kommen würden. Stattdessen findet man eine Pattsituation vor, die toxische Züge annimmt und in die Beimischung eines Partners münden wird, dessen Stimme niemand braucht.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Was ist geschehen? Die von der siegreichen CDU zunächst favorisierte „Deutschland-Koalition plus Volt“ (bestehend aus CDU, SPD, FDP und Volt) ist schnell gescheitert.
Was Experten sagen
Offenbar war der Plan zu schlecht vorbereitet, was ein Fehler war. Auch Pläne für eine sogenannte Kenia-Koalition aus CDU, Grünen und SPD, die in der Folge naheliegend wäre, weil sie im Stadtparlament über die größte Mehrheit verfügen würde, kamen nicht vom Fleck. Der nächste taktische MissgriffZwischendurch spielte die CDU frustriert mit dem Gedanken, amtierende Dezernenten von Grünen und Volt durch wechselnde Mehrheiten im Parlament abzuwählen.
Das war der nächste taktische Missgriff: Um auf die nötigen Stimmen zu kommen, müssten Christ- und Sozialdemokraten hierfür auf die Stimmen von umstrittenen Einzelkämpfern und Kleinstfraktionen zurückgreifen. So aber schmiedet man keine inhaltlich belastbare Allianz mit Partnern, die man eventuell noch braucht. Die SPD macht sich in den Gesprächen noch kleiner, als ihr bescheidenes Wahlergebnis ohnehin schon ist.
Nur ein Beispiel: Ohne die endgültige Zusage aller vermeintlichen Partner abzuwarten, verkündeten führende Sozialdemokraten gemeinsam mit der CDU rasch den Willen zu dem Viererbündnis unter Einschluss von FDP und Volt – und machten damit denselben Fehler wie die CDU. An dieser Stelle kam der Machtinstinkt von Volt ins Spiel. Die nur vermeintlich anders als die Etablierten auftretende Partei dachte gar nicht daran, sich einer bürgerlichen Koalition der Mitte anzuschließen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





