
Streit über Rollenbilder: Dürfen grüne Männer pumpen gehen?
Streit über Rollenbilder : Dürfen grüne Männer pumpen gehen? Von Andreas Nefzger 11.07.2026, 09:28Lesezeit: 8 Min. iStock/Illustration F.A.S.Ein paar Politiker der Grünen haben ein Papier über Männlichkeit verfasst....
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Streit über Rollenbilder : Dürfen grüne Männer pumpen gehen? Von Andreas Nefzger 11. 2026, 09:28Lesezeit: 8 Min.
iStock/Illustration F. Ein paar Politiker der Grünen haben ein Papier über Männlichkeit verfasst. Dann gab es Krach in der Partei.
Die Einzelheiten
Jetzt schweigen sie lieber. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Bei den Grünen gab es diese Woche Knatsch. Es ging um ein Herzensthema der Partei, den Feminismus, und der Anlass war ein Artikel im „Spiegel“.
Das Magazin hatte über ein Papier von 15 Grünen-Politikern berichtet, Titel: „Starke Männer übernehmen Verantwortung – Eine Einladung für moderne Männlichkeit“. Als Einladung empfanden das viele Parteifreunde tatsächlich – aber eher als eine zum Streit. Die zentrale These des Papiers lautet, dass der Feminismus in seinem „notwendigen Kampf“ definiert habe, was Männer nicht sein sollten: „nicht gewalttätig, nicht dominant, nicht unterdrückend“.
Darüber habe er aber vergessen, ein Angebot zu machen, was Männlichkeit stattdessen sein könne. „Wir haben ein Vakuum geschaffen, und in dieses Vakuum strömen jetzt die alten Bilder zurück“, schreiben die Autoren und kommen dann auf die sogenannte Manosphere zu sprechen, jenen Raum im Internet, wo Influencer, aber auch AfD-Politiker Machismus und Misogynie predigen: „Andrew Tate und seine Nachahmer füllen die Leerstelle mit genau dem Gift, das wir überwinden wollten. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
Was Experten sagen
bei Google bevorzugen Trägt also der Feminismus und tragen somit auch die Grünen eine Mitschuld am Erfolg solcher Kräfte bei jungen Männern? Nicht wenige andere Grüne lesen die Zeilen ihrer Parteifreunde und -freundinnen so, was schon Grund genug für Streit wäre. Aber zu den inhaltlichen Differenzen kommen auch noch Fragen der Ästhetik.
Der „Spiegel“ hat nämlich nicht einfach nur über den Inhalt des Papiers berichtet, das zu diesem Zeitpunkt kaum einer kannte. Es zeigten in dem Artikel auch ein paar grüne Männer ihre Männlichkeit. Grüne beim Boxtraining und beim HanteltrainingDer Reporter des Magazins begleitete unter anderem Julian Joswig ins Fitnessstudio, auch ein Fotograf war mit dabei.
Joswig ist ein junger Abgeordneter, der seit vergangenem Jahr im Bundestag sitzt und eigentlich mit Wirtschaftsthemen befasst ist. Er ist einer der Initiatoren des Papiers, am Ende wurde es auf seiner Homepage veröffentlicht. Während er Gewichte stemmte, erzählte Joswig dem Reporter, dass er als Jugendlicher pummelig und unglücklich gewesen sei und dass ihn der Muskelaufbau selbstbewusst gemacht habe.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




