
Sylt: Der Hindenburgdamm heißt ab jetzt Syltdamm
Eisenbahntrasse in der Nordsee Der Hindenburgdamm heißt ab jetzt Syltdamm Fast 100 Jahre alt ist der berühmte Hindenburgdamm, der Sylt mit dem Festland verbindet. Nach langen Debatten wird er nun umbenannt: Die Trasse...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Eisenbahntrasse in der Nordsee Der Hindenburgdamm heißt ab jetzt Syltdamm Fast 100 Jahre alt ist der berühmte Hindenburgdamm, der Sylt mit dem Festland verbindet. Nach langen Debatten wird er nun umbenannt: Die Trasse soll künftig »Syltdamm« heißen. Allerdings nicht bei der Bahn.
43 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Ein Zug fährt über den Hindenburgdamm, der nun Syltdamm heißt: Namensänderung zum 100.
Die Einzelheiten
Geburtstag Foto: Carsten Rehder / dpa Als Steigbügelhalter für den Diktator Adolf Hitler ging Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg (1847-1934) in die Geschichte ein. Das Andenken des ehemaligen Reichspräsidenten der Weimarer Republik ist entsprechend besudelt; schon länger denkt man darüber nach, den Hindenburgdamm, der die nordfriesische Insel Sylt mit dem Festland verbindet, umzubenennen. Bereits im Jahr 2019 forderten Grüne und SPD in Schleswig-Holstein, den Namen zu ändern.
Nun, im Vorfeld des 100. Geburtstags der Trasse, hat die Gemeinde Sylt einen entsprechenden Beschluss gefasst. Juni 1927 von Hindenburg selbst eingeweihte, über elf Kilometer lange, zweigleisige Eisenbahndamm soll nur noch Syltdamm heißen.
Dies entschieden die Gemeinde und das Organisationsteam für das Jubiläumsjahr 2027 am Montagabend im Wenningstedter Saal am Kliff. So berichtet es unter anderem die »Schleswig-Holsteiner Zeitung« (shz). »Nummer 2010« ist kein TunnelDie Deutsche Bahn allerdings führt die Bahntrasse offiziell weiter unter der Bezeichnung »Nummer 2010«.
Was Experten sagen
Denn die einzigen Eisenbahnwerke, die laut Vorschrift einen offiziellen Personennamen tragen dürfen, sind Tunnel. Berlin hatte den ehemaligen Reichspräsidenten Hindenburg schon 2020 von der Liste der Ehrenbürger gestrichen. Der damalige Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) setzte damit einen Beschluss des Abgeordnetenhauses um.
Zur Begründung wurde angeführt, Hindenburg habe Adolf Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler berufen und später Notverordnungen und Gesetze unterzeichnet, die den Reichstag entmachteten, die Grundrechte aufhoben und den Nationalsozialisten zu Macht verhalfen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





