
Tarifstreit: Streik bei Samsung rückt näher
Tarifstreit : Streik bei Samsung rückt näher 20.05.2026, 04:39Lesezeit: 2 Min. Der Gewerkschaftschef Choi Seung-ho trifft am Dienstag in Sejong zu Verhandlungen ein.Yonhap/ReutersSamsung hat seinen Gewinn verachtfacht....
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Tarifstreit : Streik bei Samsung rückt näher 20. 2026, 04:39Lesezeit: 2 Min. Der Gewerkschaftschef Choi Seung-ho trifft am Dienstag in Sejong zu Verhandlungen ein.
Yonhap/ReutersSamsung hat seinen Gewinn verachtfacht. Nun wollen die Beschäftigten mehr davon abhaben. Findet sich nicht bald eine Lösung, könnte ein Streik Südkoreas Wachstum schmälern und Halbleiter-Lieferungen gefährden.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Im Tarifstreit bei Samsung Electronics läuft die Zeit ab. Nach mehr als fünfzehnstündigen, ergebnislosen Verhandlungen am Dienstag sind die Gespräche an diesem Mittwoch unter dem Druck der Regierung und der Industrie fortgesetzt worden. Samsungs Management und der Gewerkschaft bleibt nur noch ein Tag, um einen großangelegten Streik abzuwenden.
Dem staatlichen Schlichter Park Su-keun zufolge konnten die Parteien am Vortag ihre Differenzen in der wichtigsten Frage nicht überwinden. Im Zentrum des Konflikts stehen Bonuszahlungen. Mai geplanten 18-tägigen Ausstand wollen sich Gewerkschaftsangaben zufolge etwa 48.
000 Beschäftigte beteiligen. Bei den bisherigen Tarifverhandlungen gab es kaum Annäherung. Die Gewerkschaft fordert eine Abschaffung der Obergrenzen für Mitarbeiterboni, eine Anhebung der Grundgehälter um sieben Prozent sowie die Verteilung von 15 Prozent des jährlichen operativen Gewinns an die Beschäftigten.
Was Experten sagen
Samsung hat zwar sein Betriebsergebnis im ersten Quartal auf umgerechnet 33 Milliarden Euro verachtfacht. Dem Management zufolge würden dauerhaft höhere Gehälter und Boni jedoch künftige Investitionen sowie die Ausschüttungen an die Aktionäre gefährden. Lieferengpässe drohenEin Streik bei dem südkoreanischen Konzern würde die weltweiten Lieferengpässe bei Halbleitern verschärfen.
Er ist der weltgrößte Anbieter von Speicherchips und ein wichtiger Auftragsfertiger. Die Zahl der Streikenden entspricht etwa 38 Prozent der Konzernbelegschaft in Südkorea. Nach einem Gerichtsurteil muss in einigen Werken jedoch eine Notbesetzung den 24-Stunden-Betrieb aufrechterhalten.
Samsung zufolge sind hierfür etwa 7100 Personen notwendig. Wegen der überragenden Bedeutung Samsungs für die südkoreanische Wirtschaft kann die Regierung in Seoul eine Zwangsschlichtung einleiten. Sie hat bereits vor möglichen irreparablen Schäden für die Konjunktur gewarnt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




