
Türkei: 178 Menschen vor Nato-Gipfel in Ankara in U-Haft genommen
Vor Nato-Gipfel in Ankara 178 Menschen in Türkei in U-Haft genommen Die Verhaftungen folgten auf eine Serie von Razzien in den vergangenen Tagen. Festgenommen wurden offenbar unter anderem Journalisten und...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Vor Nato-Gipfel in Ankara 178 Menschen in Türkei in U-Haft genommen Die Verhaftungen folgten auf eine Serie von Razzien in den vergangenen Tagen. Festgenommen wurden offenbar unter anderem Journalisten und Rechtsanwälte. 20 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan beim Nato-Gipfel in Vilnius 2023 Foto: Filip Singer / EPA aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Vor dem Nato-Gipfel in Ankara sind in der Türkei 178 Menschen wegen Terrorismusvorwürfen in Untersuchungshaft genommen worden.
Dies teilte die Staatsanwaltschaft der türkischen Hauptstadt mit, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Die Verhaftungen folgten auf eine Serie von Razzien in den vergangenen Tagen. Dabei wurden laut der Staatsanwaltschaft insgesamt 225 Menschen festgenommen, gegen 178 von ihnen wurde Untersuchungshaft verfügt.
Die türkische Menschenrechtsgruppe MLSA hatte am Freitag mitgeteilt, bei den Razzien seien Journalisten, Akademiker, Rechtsanwälte, Gewerkschafter, Lehrer, Studenten und andere Vertreter der Zivilgesellschaft festgenommen worden. Unter jenen, die in U-Haft genommen wurden, sind demnach der Chefredakteur des türkischen LGBTQ+-Magazins »Kaos GL«, Yildiz Tar, die Wirtschaftsprofessorin Emel Memis von der Universität Ankara und der Aktivist Nevzat Özer von der Umweltstiftung Tema. Offiziell sollen die Festgenommenen unter Terrorverdacht stehenLaut MLSA sollen die Behörden die Inhaftierung mit der Behauptung begründen, die Verdächtigen »könnten einen Terroranschlag verüben, um zu bewirken, dass die Türkei als ein mit Terrorismus in Verbindung gebrachtes Land wahrgenommen wird«.
Was Experten sagen
Bei der polizeilichen Vernehmung soll aber Chefredakteur Tar etwa gar nicht zur Nato befragt worden sein. Vielmehr sei es um dessen Haltung zum »Jahr der Familie« gegangen, das Präsident Recep Tayyip Erdoğan initiiert hatte, um traditionelle Familienwerte hervorzuheben. Mehr zum Thema Oppositionelle Medien: Türkische Journalisten von Nato-Gipfel in Ankara ausgeschlossen Razzien gegen die CHP: Türkische Behörden nehmen Dutzende Oppositionsvertreter fest Die Umweltaktivisten seien im Polizeiverhör gefragt worden, ob sie Mitglied der verbotenen kommunistischen Partei TKP/ML seien, sie Decknamen benutzten oder an der Waffe ausgebildet worden seien, teilte MLSA mit.
Human Rights Watch spricht von Missbrauch von TerrorismusgesetzenIm Rahmen der Festnahmen erklärte Human Rights Watch, die Türkei zeige eine rücksichtslose Intoleranz gegenüber der Meinungs- und Versammlungsfreiheit.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





