
TV-Kritik: „Markus Lanz“: „Wir werden in einem Krieg mit Russland landen“
TV-Kritik: „Markus Lanz“ : „Wir werden in einem Krieg mit Russland landen“ Von Oliver Jungen 22.05.2026, 06:15Lesezeit: 7 Min. Die Talkrunde an 21.5. bei Markus LanzCornelia LehmannIn der Sendung von Markus Lanz fliegen...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: TV-Kritik: „Markus Lanz“ : „Wir werden in einem Krieg mit Russland landen“ Von Oliver Jungen 22. 2026, 06:15Lesezeit: 7 Min. bei Markus LanzCornelia LehmannIn der Sendung von Markus Lanz fliegen die Fetzen: Mit Roderich Kiesewetter und Erich Vad geraten zwei ehemalige Militärs arg aneinander.
Die Frage der deutschen Kriegstüchtigkeit gerät dabei in den Hintergrund. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Mit siebzig darf man an die Rente denken, selbst nach den nun vermeintlich geleakten Plänen der Rentenkommission. Für die Bundeswehr, die mit dem Soldatengesetz vom März 1956 ihren Namen erhielt (und de facto wenige Monate zuvor mit der Aufnahme von 101 Freiwilligen gegründet worden war), gilt das Gegenteil.
Die Einzelheiten
Sie soll und muss heute, mit siebzig Jahren, so fit und jung und schlagkräftig sein wie nie zuvor. Aber sie hat viele gebrechliche Jahre hinter und zahlreiche Baustellen vor sich. Ganz so neu sind die Probleme allerdings gar nicht.
In Spielfilmlänge führte die Dokumentation „Kriegstüchtig? 70 Jahre Bundeswehr“ von Jörg Müllner (auf dem Sendeplatz von Maybrit Illner) vor Augen, dass die Institution, die das Land im Fall der Fälle zu verteidigen hätte, die meiste Zeit ihres Bestehens nur bedingt abwehrbereit war. Einem Angriff der Staaten des Warschauer Pakts hätte sie ohne die Amerikaner und deren nukleares Abschreckungspotential im Hintergrund wenig entgegenzusetzen gehabt.
Immerhin gab es eine Hochphase ab Ende der siebziger Jahre. Da sei die Bundeswehr auf dem Weg gewesen, so sagt es der Generalleutnant a. Frank Leidenberger im Film, „eigentlich die Top-Armee – konventionell – in Europa zu werden“.
Was Experten sagen
Der Militärhistoriker Sönke Neitzel stimmt zu: In den achtziger Jahren seien die Bundeswehr und die Nato erstmals überzeugt gewesen, man könne einen Angriff des Warschauer Paktes konventionell stoppen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Drohnen statt PanzerKaum aber war die Mauer gefallen und der Feind im Osten vermeintlich verschwunden, begann das große Sparen.
Während in den folgenden Jahrzehnten die Bundeswehr in eine Einsatzarmee umgebaut wurde, hat man die Fähigkeit zur Landesverteidigung aus den Augen verloren. Wenn der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, heute „Kriegstüchtigkeit“ einfordert, dann klingt das martialischer als es ist. Eigentlich geht es um eine Selbstverständlichkeit: Eine Armee, die nicht in der Lage ist, im Ernstfall einen Krieg zu führen, hat keine wirkliche Legitimation.
Markus Lanz griff in seiner stellenweise zu entgleiten drohenden Sendung das Thema der deutschen Kriegstüchtigkeit auf. Und zumindest in einem Punkt waren sich alle drei Gäste, der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter, die Drohnenexpertin Verena Jackson und Erich Vad, Brigadegeneral a. und ehemaliger militärpolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel, einig: Massiv in die Bundeswehr zu investieren, sei absolut richtig.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




