
Umfrage zum Berufseinstieg: Studierende sorgen sich um Jobaussichten
Umfrage zum Berufseinstieg Studierende sorgen sich um Jobaussichten Ein Bachelor oder Master als Garantie für einen Jobeinstieg? Das gilt unter Studierenden längst nicht mehr als ausgemacht, wie eine Umfrage zeigt. Auch...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Umfrage zum Berufseinstieg Studierende sorgen sich um Jobaussichten Ein Bachelor oder Master als Garantie für einen Jobeinstieg? Das gilt unter Studierenden längst nicht mehr als ausgemacht, wie eine Umfrage zeigt. Auch die Erwartungen an das Berufsleben haben sich geändert.
57 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Medizinvorlesung: Zuversicht geht verloren Foto: Jan Woitas / dpa Deutlich weniger Studierende als noch vor zwei Jahren gehen sicher davon aus, im Anschluss an ihr Studium zügig einen Job zu finden, der ihren Erwartungen und Qualifikationen entspricht.
Die Einzelheiten
Das geht aus einer Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervor. Demnach rechnen nur noch 39 Prozent der Befragten sicher mit einem »raschen und passenden Berufseinstieg«. Das sei ein Rückgang von 15 Prozentpunkten im Vergleich zur Umfrage aus dem Jahr 2024.
Immerhin knapp die Hälfte (49 Prozent) rechnet nur »eher mit einem erfolgreichen Jobeinstieg«, ein Plus von neun Prozentpunkten. Zwölf Prozent sind hingegen pessimistisch. Vor zwei Jahren waren das nur sechs Prozent der Befragten gewesen.
Sicherheit wichtiger als GehaltEY hat eigenen Angaben zufolge im März dieses Jahres mehr als 2000 Studentinnen und Studenten in Deutschland durch ein Marktforschungsinstitut online befragt. Die Umfrage sei repräsentativ und werde bereits seit 2014 alle zwei Jahre durchgeführt. Wichtigster Faktor bei der Arbeitgeberwahl ist laut der Umfrage unter den Studierenden die Jobsicherheit: Der sichere Arbeitsplatz wird von mehr als der Hälfte (52 Prozent genannt).
Was Experten sagen
Neun Prozentpunkte dahinter folgen das Gehalt und mögliche Gehaltssteigerungen. Dieser Faktor hatte 2024 noch vorn gelegen. Auf Rang drei folgen flexible Arbeitszeiten (41 Prozent).
Mehr zum Thema Umfrage der Bertelsmann Stiftung: Viele Schüler wollen erst arbeiten, statt eine Ausbildung zu beginnen Starrer Arbeitsmarkt: Jung, top ausgebildet – und nicht mehr begehrt Von Benjamin Bidder, Florian Diekmann und Lukas Hildebrand Streitgespräch zur Arbeitslosigkeit junger Akademiker: Lohnt sich ein Studium überhaupt noch? Ein SPIEGEL-Gespräch von Lukas Hildebrand »Die Ergebnisse zeigen einen klaren Paradigmenwechsel: Für die Generation Studierender wird Sicherheit zum immer stärkeren Orientierungsfaktor – über Karriere, Gehalt und Entwicklung hinweg«, sagte Jan-Rainer Hinz, Mitglied der Geschäftsführung und Leiter Personal und Unternehmenskultur bei EY. Dies habe auch mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage zu tun, die auch bei den Studierenden auf die Stimmung drücke.
»Der Optimismus, nach dem Studium rasch einen passenden Job zu finden, lässt nach«, sagte Hinz. Angesichts steigender Arbeitslosenzahlen auch unter Akademikerinnen und Akademikern sei dies aber auch nicht überraschend.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





