
Vatikan-Glaubenshüter Víctor Fernández wirft Israel, USA und EU fehlende Moral vor
Kardinal Víctor Fernández Vatikan-Glaubenshüter wirft Israel, USA und EU fehlende Moral vor In der Kirchenhierarchie ist Víctor Fernández der höchstrangige Theologe im Vatikan nach dem Papst. Auf einem Kardinalstreffen...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Kardinal Víctor Fernández Vatikan-Glaubenshüter wirft Israel, USA und EU fehlende Moral vor In der Kirchenhierarchie ist Víctor Fernández der höchstrangige Theologe im Vatikan nach dem Papst. Auf einem Kardinalstreffen hat der Geistliche nun ein Einführungsreferat gehalten, das es in sich hat. 37 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Findet deutliche Worte: Kardinal Víctor Fernández Foto: Grzegorz Galazka / SIPA / picture alliance Der vatikanische Glaubenshüter hat Israel, die USA und die EU wegen ihres Verhaltens in aktuellen Kriegen scharf kritisiert. Zu den Nahostkriegen der vergangenen Jahre sagte Víctor Fernández: »Die enorme Unverhältnismäßigkeit der Militärschläge in Gaza und im Südlibanon ist offensichtlich.
Die Einzelheiten
« Wegen des im Vergleich zu anderen Kriegen sehr hohen Anteils getöteter Zivilisten und Kinder sowie der Zahl zerstörter Häuser dürfen wir von einer totalen Zerstörung sprechen«. Ein solches Vorgehen könne nicht als verhältnismäßig im Sinne eines gerechten Kriegs angesehen werden. Der aus Argentinien stammende Kardinal ist von Amts wegen der höchstrangige Theologe im Vatikan nach dem Papst.
Er äußerte sich beim derzeit im Vatikan tagenden außerordentlichen Konsistorium der Kardinäle in einem Einführungsreferat. Mehr zum Thema Gewalt gegen Christen im Heiligen Land: »Man darf Hoffnung nicht mit einer Lösung verwechseln« Ein Interview von Thore Schröder, Jerusalem In diesem erklärte Fernández außerdem, dass sowohl Russland in seinem Krieg gegen die Ukraine als auch die USA bei ihrer militärischen Mitwirkung im Nahen Osten von einer »Form der Selbstverteidigung« sprächen. In Gaza, im Libanon und in der Ukraine führe der Rückgriff auf ein in Anspruch genommenes Recht auf Präventivschläge zu solchen Rechtfertigungsstrategien.
Die kriegerischen Handlungen erschienen wie Anwendungen theologischer Kriterien. Die Lehre der Kirche, so der Kardinal, werde »manipuliert, um ein Fundament für die ungerechtesten Krieg zu liefern; statt Kriege zu beenden, helfe sie, Kriege zu rechtfertigen. « Auch aus diesem Grund müsse die Idee des gerechten Krieges »revidiert und verbessert werden, damit sie nur noch im engsten Sinn verstanden werden könne«.
Was Experten sagen
hatte genau dies in seiner ersten Enzyklika »Magnifica humanitas« gefordert. »Die EU wendet wirtschaftliche Sanktionen gegen ein Land an, schickt aber gleichzeitig Geld und Waffen in ein anderes«Neben Israel, den USA und Russland kritisierte der Glaubenshüter in seiner Rede auch die EU. Ähnlich wie andere »weltweit stark kritisierte politische Führer« sei auch die EU in ihrem Verhalten inkonsequent.
So würden verfeindete Länder als antidemokratisch verurteilt und mit Sanktionen belegt.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





