
Verstorbener Ex-Fed-Chef: Wie Alan Greenspan die Geldwelt verändert hat
Verstorbener Ex-Fed-Chef : Wie Alan Greenspan die Geldwelt verändert hat Von Patrick Welter 28.06.2026, 17:20Lesezeit: 4 Min. Alan GreenspandpaAus seinen Fehlern und Errungenschaften hat die Welt gelernt. Ein Rückblick...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Verstorbener Ex-Fed-Chef : Wie Alan Greenspan die Geldwelt verändert hat Von Patrick Welter 28. 2026, 17:20Lesezeit: 4 Min. Alan GreenspandpaAus seinen Fehlern und Errungenschaften hat die Welt gelernt.
Ein Rückblick auf Leben und Wirken des legendären Notenbankers. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der 4. Februar 1994 war ein wichtiger Tag in der Geschichte der Geldpolitik.
Die Einzelheiten
Zum ersten Mal gab die amerikanische Notenbank Federal Reserve das Ergebnis ihrer geldpolitischen Beratung direkt bekannt. Es war eine kurze Stellungnahme, vier Sätze und 99 Wörter. Der legendäre Fed-Vorsitzende Alan Greenspan kündigte eine kleine Erhöhung der kurzfristigen Geldmarktsätze an, um die wirtschaftliche Expansion zu erhalten und zu verbessern.
Das war damals eine Sensation. Wenn die Fed zuvor ihre Geldpolitik geändert hatte, mussten Journalisten und Händler an den Veränderungen am Geldmarkt herausfinden, was geschehen war und was die Zentralbank im Sinn hatte. Von nun an kündigte die Notenbank es selber an.
1987: Greenspan und Präsident Ronald ReaganAP Photo/BARRY THUMMADass diese Änderung unter Greenspan geschah, widerspricht dem Bild, das in den Nachrufen auf den jetzt im Alter von 100 Jahren gestorbenen Geldpolitiker oft gezeichnet wird. Es ist das Bild eines Notenbankers, der sich – als Maestro gefeiert – in den achtzehneinhalb Jahren seiner Amtszeit möglichst viele Freiheiten in seiner Geldpolitik erhalten wollte. Der mit Wortgirlanden und undurchsichtigen verbalen Stellungnahmen die Öffentlichkeit manchmal bewusst verwirrte, um sich geldpolitisch nicht festlegen zu müssen.
Was Experten sagen
Doch wenn er klar sein wollte, war Greenspan klar, wie 1994. Das ging so weit, dass die Fed 1999 erstmals eine Tendenz zu einer künftigen Straffung der Geldpolitik in ihrer Erklärung ankündigte und sich damit ein wenig doch festlegte. Zurück zur ungebundenen BerechenbarkeitIm Rückblick wirken die damals sehr vorsichtigen Bemühungen der Fed, transparenter zu werden, bizarr.
Heutige Notenbanker sprechen in Pressekonferenzen, in Reden und öffentlichen Auftritten fast am laufenden Band über die Geldpolitik und ihre Absichten. Das hat nur bedingt zu Klarheit und Verständnis beigetragen. Im Denken der Notenbanker aber hat die Kommunikation mit den Finanzmärkten und mit der Bevölkerung enorm an Bedeutung gewonnen, auch dank Greenspan.
Sie wollen mit verbaler Führung sicherstellen, dass die Wirtschaft den geldpolitisch gewünschten Impulsen auch folgt. 1991: Greenspan und Präsident George BushAP Photo/Doug MillsDer Gedanke, die Zinskurve auch – oder nur – mit Worten zu beeinflussen, ging in den vergangenen Jahren sogar so weit, dass große Notenbanken sich mit Vorankündigungen des künftigen geldpolitischen Kurses („forward guidance“) bewusst und mehr festlegten, als es Greenspan je in den Sinn gekommen wäre.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





