
Vertriebenentreffen: Warum der Sudetendeutsche Tag Prag nervös macht
Vertriebenentreffen : Warum der Sudetendeutsche Tag Prag nervös macht Von Timo Frasch , Alexander Haneke 22.05.2026, 07:44Lesezeit: 8 Min. Protest gegen den Sudetendeutschen Tag: Demonstranten der Regierungspartei SPD...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Vertriebenentreffen : Warum der Sudetendeutsche Tag Prag nervös macht Von Timo Frasch , Alexander Haneke 22. 2026, 07:44Lesezeit: 8 Min. Protest gegen den Sudetendeutschen Tag: Demonstranten der Regierungspartei SPD Ende April 2026 in BrünndpaDer erste Sudetendeutsche Tag auf tschechischem Boden ruft im Nachbarland heftige Debatten hervor.
Ein reinigendes Gewitter? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Für Bernd Posselt geht ein Lebenstraum in Erfüllung. Mehr als 80 Jahre nach der Vertreibung aus der damaligen Tschechoslowakei können die Sudetendeutschen an diesem Wochenende erstmals ihr traditionelles Pfingsttreffen auf tschechischem Boden feiern.
Die Einzelheiten
Doch den politischen Sturm, der diesem Ereignis vorausgeht, hatte auch der 69 Jahre alte CSU-Politiker und oberste Repräsentant der Sudetendeutschen in dieser Form nicht erwartet. In der vergangenen Woche verabschiedete das tschechische Parlament eine von der rechtsextremen Regierungspartei SPD eingebrachte Resolution, die die Veranstalter des Sudetendeutschen Tages – wenn auch ohne rechtliche Bindung – auffordert, das Treffen kurzfristig abzusagen. Und im Interview mit der F.
raunte Außenminister Petr Macinka von der weit rechts stehenden Motoristen-Partei, dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, die sich für den Sudetendeutschen Tag angekündigt hatten, „keine gute Zeit“ haben würden. Posselt sei mit seiner Vorstellung von Versöhnung „einem Wunschdenken“ unterlegen, meinte Macinka. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Posselt, Sohn eines Vertriebenen aus dem böhmischen Gablonz (Jablonec nad Nisou), ist schon seit 50 Jahren bei den Sudetendeutschen aktiv. Im Jahr 2000 übernahm er ertsmals den Vorsitz der Landsmannschaft. Er kann sich zugutehalten, die revanchistischen Strömungen unter den Sudetendeutschen an den Rand gedrängt und den Verband ganz auf Versöhnung und Zusammenarbeit mit den Tschechen getrimmt zu haben.
Was Experten sagen
Die Angst vor den Deutschen saß lange tiefVon den Beneš-Dekreten sei im Verband gar nicht mehr die Rede, sagt Posselt der F. Mit jenen Rechtsakten waren die Sudetendeutschen in der Tschechoslowakei entrechtet worden, weil ihnen eine kollektive Mitschuld an den NS-Verbrechen gegeben wurde. „Die Dekrete sind nur noch eine moralische Frage.
Und die müssen die Tschechen für sich beantworten. Je weniger Druck von außen, desto besser. “Der Streit über die etwa drei Millionen nach dem Zweiten Weltkrieg vertriebenen Sudetendeutschen hat in der Tschechischen Republik mehrere Ebenen.
Wie viele andere Völker hatten die Tschechen schwer unter den Verbrechen der Nationalsozialisten zu leiden, die das Land 1938 erst zerschlugen und dann besetzten. Vorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft: Bernd PosseltPicture AllianceSpäter, im Sozialismus, schürte die staatliche Propaganda dann die Angst vor einer Rückkehr der Deutschen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




