
Weingarten in Oberschwaben: Aufwachsen im »Ceausescu-Viertel«
Bild vergrößern SPIEGEL-Leser Fugel mit Vater vor Opel 1989: »Bemitleidet hat er sich nicht« Foto: Privat Die Geschichte hinter dem Bild »Wir legten Geldscheine in die Pässe« SPIEGEL-Leser Werner-Ciprian Fugel zog als...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bild vergrößern SPIEGEL-Leser Fugel mit Vater vor Opel 1989: »Bemitleidet hat er sich nicht« Foto: Privat Die Geschichte hinter dem Bild »Wir legten Geldscheine in die Pässe« SPIEGEL-Leser Werner-Ciprian Fugel zog als Kind mit seiner Familie aus Rumänien in eine deutsche Plattenbausiedlung. Der Anfang war hart, dafür gab es Jeans – und ein besonderes Auto. Aufgezeichnet von Dialika Neufeld 19.
53 Uhr aus DER SPIEGEL 21/2026 Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Das Foto zeigt meinen Vater und mich 1989 mit unserem ganzen Stolz – einem Opel Ascona! Ich war sieben Jahre alt.
Ein Jahr zuvor waren wir als Aussiedler von Rumänien nach Deutschland emigriert, da mein Vater deutschstämmig war. Weil wir keine Wohnung finden konnten, sind wir in Weingarten in Oberschwaben in den Plattenbau zu meinen bereits in Deutschland lebenden Großeltern gezogen: Hochparterre rechts, unter dem orangefarbenen Balkon. Auch mein Onkel lebte dort.
Im selben Jahr wurde meine Schwester geboren, sodass wir zu siebt in einer Dreizimmerwohnung lebten, auf 76 Quadratmetern, sechs Jahre lang. DER SPIEGEL 21/2026 War Opa Nazi? Die digitale NSDAP-Mitgliederkartei entlarvt deutsche Familienlügen.
Was Experten sagen
Aus Vorfahren werden Täter und Mitläufer, ein Land muss seine Vergangenheit neu prüfen. Lesen Sie unsere Titelgeschichte, weitere Hintergründe und Analysen im digitalen SPIEGEL. Zur Ausgabe Für mich war es schön, so nah und intensiv mit meinen Großeltern zusammenzuwohnen.
Mein Opa brachte mir bei, Schach zu spielen. Hausaufgaben machte ich am Wohnzimmertisch. Morgens Erntehelfer, mittags SchweißerDas Viertel, in dem wir lebten, wurde in Anlehnung an den rumänischen Diktator nur das »Ceausescu-Viertel« genannt, weil hier so viele aus Rumänien wohnten, es gab aber auch Familien aus Polen, Kasachstan und Russland.
Der Anfang war für viele von uns Zugewanderten beschwerlich. Mein Vater hatte drei Arbeitsplätze. Morgens um sechs Uhr fuhr er zum Bauern, um als Erntehelfer Erdbeeren oder Äpfel zu pflücken.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




