
Werksschließungen: Der harte Kampf um die Volkswagen-Fabriken
Werksschließungen : Der harte Kampf um die Volkswagen-Fabriken Von Christian Müßgens , Henning Peitsmeier , Benjamin Wagener 01.07.2026, 12:08Lesezeit: 6 Min. Die Belegschaft in Zwickau macht mobil: Seit Monaten wird um...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Werksschließungen : Der harte Kampf um die Volkswagen-Fabriken Von Christian Müßgens , Henning Peitsmeier , Benjamin Wagener 01. 2026, 12:08Lesezeit: 6 Min. Die Belegschaft in Zwickau macht mobil: Seit Monaten wird um die Zukunft des VW-Standorts in Sachsen gerungen.
im März dieses Jahres zünden Beschäftigte vor dem Werkstor bengalische Fackeln an. dpaOst gegen West, politische Mitte gegen Rechtsaußen: Die drohenden Einschnitte im Volkswagen-Konzern sorgen für Aufruhr in der Politik. An den Standorten geht die Angst um.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Das Treffen in der Villa Reitzenstein, dem traditionsreichen Sitz der Landesregierung von Baden-Württemberg mit Blick auf den Stuttgarter Talkessel, war früh und sorgfältig geplant. Denn kaum hatte Cem Özdemir als neuer Ministerpräsident seinen Amtssitz bezogen, da holte ihn die Autokrise ein. Vor drei Wochen empfing er also in der Villa den Audi-Chef Gernot Döllner, um über die Zukunft eines wichtigen Wirtschaftsstandorts im „Ländle“ zu sprechen: Neckarsulm, eine jener deutschen Industriestädte, die stark von einem einzigen Arbeitgeber abhängen – in diesem Fall dem Audi-Werk mit 15.
Schon im Wahlkampf hatte den Grünen-Politiker Özdemir die Sorge umgetrieben, die Krise der Autoindustrie könnte zu einem Flächenbrand werden. Jetzt warnt er: Der „dramatische Umbruch“ der Branche dürfe nicht dazu führen, dass immer mehr Wertschöpfung aus Deutschland abwandere. Immer mehr Wertschöpfung aus Baden-Württemberg, könnte man auch sagen.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Rund 360 Kilometer nordöstlich, in Sachsen, bangt ebenfalls ein Standort des Volkswagen-Konzerns um seine Zukunft. Das Werk in Zwickau gehört – wie Neckarsulm – zu den Fabriken, die VW im Zuge neuer Sparpläne infrage stellt.
Was Experten sagen
Dort fühlt man sich von den baden-württembergischen Kollegen wenig solidarisch behandelt. Die „Audianer“ im Westen hätten es auf den elektrischen Kompakt-SUV Audi Q4 abgesehen, heißt es immer wieder – eines der letzten Modelle, das Zwickau nach vielen Einschnitten geblieben ist. So ist auch in Sachsen die Politik alarmiert: Ministerpräsident Michael Kretschmer von der CDU hält die VW-Sparpläne für „fatal“.
Das Ringen um Kostensenkungen spaltet das LandOst gegen West, Christdemokrat gegen grünen Ministerpräsidenten – und mittendrin die SPD in Niedersachsen, dem Stammland des VW-Konzerns. Das ist die politische Ausgangslage rund eine Woche vor der mit Spannung erwarteten Aufsichtsratssitzung, auf der VW das eigene Zukunftsbild für einen schlankeren und international wettbewerbsfähigeren Automobilkonzern beschließen will. In kaum einem anderen Unternehmen greift die Politik so unmittelbar ins Geschehen ein.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





