
»Wildwuchs« bei Videosprechstunden stoppen – dafür Telefon-Krankschreibung beibehalten
Hausärzte fordern »Wildwuchs« bei Videosprechstunden stoppen – dafür Telefon-Krankschreibung beibehalten Die Koalition will höhere Hürden für Krankschreibungen im Job einführen, um Fehlzeiten einzudämmen. Der...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Hausärzte fordern »Wildwuchs« bei Videosprechstunden stoppen – dafür Telefon-Krankschreibung beibehalten Die Koalition will höhere Hürden für Krankschreibungen im Job einführen, um Fehlzeiten einzudämmen. Der Hausärzteverband hält die Maßnahmen für »reine Symbolpolitik« und macht eigene Vorschläge. 57 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Foto: Bernd Weißbrod / dpa In der Debatte über strengere Regeln für Krankschreibungen fordert der Hausärztinnen- und Hausärzteverband ein Vorgehen gegen Anbieter von Videosprechstunden statt die telefonische Krankschreibung abzuschaffen. Die Bundesvorsitzende des Verbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, sagte der »Rheinischen Post«, die geplanten Änderungen seien »reine Symbolpolitik« und würden weder den Krankenstand senken noch Missbrauch verhindern.
Die Einzelheiten
Ginge es wirklich darum, Betrug zu bekämpfen, müsse man den »Wildwuchs« bei Videosprechstunden-Anbietern begrenzen, die teils aggressiv mit schnellen Krankschreibungen werben. »Wenn irgendwo großes Missbrauchspotenzial liegt, dann bei anonymen Plattformen, die damit Profit machen und ihre Kunden nicht einmal kennen. Dort ist Betrug Tür und Tor geöffnet und nicht in unseren Praxen!
«, so Buhlinger-Göpfarth. Die telefonische Krankschreibung berge dagegen nicht mehr Missbrauchspotenzial als ein Praxisbesuch, da sie daran gebunden sei, dass die Praxis die Patientinnen und Patienten kenne. Ist Krankschreibung per Telefon Schuld an Anstieg der Krankenstände?
Union und SPD wollen Krankmeldungen nach hohen Fehlzeiten in Unternehmen erschweren. Künftig soll als gesetzliche Regel gelten, dass Beschäftigte bereits ab dem ersten Fehltag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen müssen, statt wie bisher in der Regel ab dem vierten Tag. Die seit Ende 2023 unter Bedingungen mögliche telefonische Krankschreibung soll wieder abgeschafft werden.
Was Experten sagen
Kanzler Friedrich Merz (CDU) begründete die Pläne mit zu vielen Krankentagen. Wie die erschwerte Krankmeldung im Job konkret ausgestaltet werden soll, ist bislang noch unklar. Laut Regierungssprecher Stefan Kornelius bedeutet die geplante verpflichtende Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schon ab dem ersten Krankheitstag nicht, dass man direkt am ersten Tag zum Arzt gehen müsse.
Der SPD-Gesundheitsexperte Christos Pantazis sagte: »Tiefgreifende Änderungen bei den Regelungen zur Arbeitsunfähigkeit müssen auf einer belastbaren wissenschaftlichen und empirischen Grundlage beruhen. « Derzeit gebe es keine Belege, dass die Krankschreibung per Telefon ursächlich für einen Anstieg der Krankenstände sei.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





