
Windenergie: Offshore-Milliardenprojekte vor dem Aus
Windenergie : Offshore-Milliardenprojekte vor dem Aus Von Hanna Decker , Christian Geinitz , Niklas Záboji 19.05.2026, 19:59Lesezeit: 4 Min. Soll deutlich ausgebaut werden: Windparks in Nord- und OstseedpaTotalenergies...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Windenergie : Offshore-Milliardenprojekte vor dem Aus Von Hanna Decker , Christian Geinitz , Niklas Záboji 19. 2026, 19:59Lesezeit: 4 Min. Soll deutlich ausgebaut werden: Windparks in Nord- und OstseedpaTotalenergies und BP haben Milliarden in die Hand genommen, um in Nord- und Ostsee Windparks bauen zu dürfen.
Jetzt wollen sie die Flächen offenbar zurückgeben. Ein Kenner spricht von einem „energiepolitischen Drama“. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es war ein Paukenschlag, als die Bundesnetzagentur im Juli 2023 mitteilte: Der Staat würde mit der Vergabe von Flächen für die Errichtung von Windparks in der Nord- und Ostsee sehr viel Geld einnehmen.
Die Einzelheiten
Insgesamt 12,6 Milliarden Euro hatten der französische Energiekonzern Totalenergies und der britische Energiekonzern BP für das Recht geboten, auf drei Flächen nordwestlich von Helgoland sowie auf einer Fläche vor Rügen Windparks bauen und betreiben zu dürfen. Ende 2030 sollten die Parks ans Netz gehen, hieß es damals. In einer weiteren Auktion ein Jahr später bot Totalenergies noch einmal knapp zwei Milliarden Euro für den Bau eines weiteren Windparks.
Knapp drei Jahre später gibt es starke Hinweise darauf, dass mindestens ein Teil der Milliardenprojekte vor dem Aus steht. Einem Bericht von NDR und „Süddeutsche Zeitung“ zufolge will Totalenergies seine Flächen in der deutschen Nord- und Ostsee loswerden. Den geplanten Ausstieg soll der Konzern in einem internen Diskussionspapier skizziert haben; als Gründe werden „Verzögerungen im Netzausbau“ und „Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“ genannt.
Besonders brisant: Dem Bericht zufolge fordert Totalenergies nun sogar Geld vom deutschen Staat zurück. Konkret zu dem Thema Stellung nehmen die Franzosen bislang nicht. Ein Sprecher teilte der F.
Was Experten sagen
am Dienstag mit, sich nicht äußern zu wollen. Ganz unerwartet kommt die Entscheidung nicht: Schon im Juni 2025 hatte das Unternehmen nach dem Erhalt einer weiteren Konzession in deutschen Gewässern Risiken angedeutet. „Angesichts der von den deutschen Netzbetreibern angekündigten längeren Verzögerungen bei den Anschlussfristen“ habe man „eine strategische Überprüfung der verschiedenen seit 2023 erteilten Genehmigungen eingeleitet, um im Dialog mit den deutschen Behörden die Bedingungen für deren mögliche Weiterentwicklung zu erörtern“, hieß es seinerzeit.
Auch mit Blick auf BP verdichten sich Anzeichen, dass zumindest ein Teil der geplanten Projekte nicht umgesetzt wird. Viele der „Herausforderungen“ lägen jedoch „nicht in der Kontrolle von BP“, teilte ein Sprecher des Joint Ventures Jera Nex BP am Dienstag auf Anfrage der F. Man sei dabei, gemeinsam mit der Bundesregierung nach Lösungen zu suchen.
„Marktumfeld deutlich verschlechtert“Unter Beobachtern war schon nach der ersten Milliardenauktion 2023 das Erstaunen über die hohen Summen groß.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




