
Wissenschaftsrat: „Kritisches Denken lässt sich nicht delegieren“
Wissenschaftsrat : „Kritisches Denken lässt sich nicht delegieren“ Von Heike Schmoll, Berlin 06.07.2026, 12:43Lesezeit: 4 Min. Studenten im Audimax der Universität HildesheimdpaDenken ist „manchmal frustrierend“,...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Wissenschaftsrat : „Kritisches Denken lässt sich nicht delegieren“ Von Heike Schmoll, Berlin 06. 2026, 12:43Lesezeit: 4 Min. Studenten im Audimax der Universität HildesheimdpaDenken ist „manchmal frustrierend“, schreibt der Wissenschaftsrat.
An Universitäten sollte man es trotzdem weiterhin lernen. Dafür brauche es Räume, in denen keine KI verwendet wird. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Inzwischen liegen die ersten Urteile von Verwaltungsgerichten zu teilweise mit KI verfassten Qualifikationsarbeiten in Hochschulen vor.
Die Einzelheiten
In all diesen Fällen wurde der Einsatz generativer KI als Täuschungsversuch gewertet und mit einer entsprechenden Note versehen. Hochschullehrer haben sich inzwischen angewöhnt, die Literaturverzeichnisse zuallererst auf halluzinierte Quellen zu überprüfen. Häufig lässt sich der Einsatz von KI schon daran festmachen.
In einer knapp hundert Seiten umfassenden Empfehlung fordert der Wissenschaftsrat (WR) nun intellektuelle Souveränität als Leitidee für den Umgang mit KI in der Hochschulbildung zu stärken. Er verkennt dabei die Chancen der KI nicht: Der Zugang zu Wissensinhalten könne verbessert werden, Lernunterstützung lasse sich personalisieren und es würden neue Formen von Feedback, kreativer Gestaltung von Lehrmaterialien, sowie Fortschritte in der Barrierefreiheit und Inklusion möglich. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Die Risiken sieht der Rat darin, dass das selbstbestimmte Denken beeinträchtigt werden könnte, Kompetenzverlust und Fehlinformiertheit drohen und den fachlichen wie sozialen Austausch einschränken. „Wir müssen die unabhängige menschliche Urteilsfähigkeit in einer Welt erhalten, die immer mehr algorithmisch durchdrungen ist. Kritisches Denken lässt sich nicht an eine KI delegieren“, sagte der Vorsitzende des WR, der Heidelberger Neurologe Wolfgang Wick bei der Vorstellung der Empfehlungen am Montag.
Was Experten sagen
Intellektuelle SouveränitätIm Blick auf die Nutzung generativer KI bedeutet intellektuelle Souveränität aus Sicht des WR eine kritisch-konstruktive Integration von KI-Technologien und eine „Verschiebung der Perspektive von der Frage der optimalen KI-Nutzung zur Frage nach dem Erhalt und der Förderung unabhängiger menschlicher Denk- und Urteilsfähigkeit“. Konkret empfiehlt der WR, die KI-Kompetenzen bei Hochschullehrern und Studenten aufzubauen, Fachwissen zu stärken und regelrecht KI-freie Räume im Curriculum zu verankern, in denen anspruchsvolles eigenständiges Denken gepflegt und geübt werden kann. Gemeint sind damit nicht nur physische KI-freie Räume, sondern auch zeitlich definierte Phasen im Curriculum, die ein „tiefes, anstrengendes, manchmal frustrierendes, aber letztlich transformatives Denken ermöglichen“.
In einer algorithmisch durchdrungenen Lebens- und Arbeitswelt muss fachliche Expertise aus der Sicht des Beratungsgremiums von Bund und Ländern erst recht zentrales Ziel der Hochschulbildung sein.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




