
Zweibrücken: Angeklagter bittet Familie des getöteten Bahn-Mitarbeiters um Vergebung
Prozess in Zweibrücken Angeklagter bittet Familie des getöteten Bahn-Mitarbeiters um Vergebung Ioanni V. soll im Februar brutal auf den Zugbegleiter Serkan Ç. eingeschlagen haben, der zweifache Vater starb. Zum...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Prozess in Zweibrücken Angeklagter bittet Familie des getöteten Bahn-Mitarbeiters um Vergebung Ioanni V. soll im Februar brutal auf den Zugbegleiter Serkan Ç. eingeschlagen haben, der zweifache Vater starb.
Zum Prozessauftakt lässt der Angeklagte eine Erklärung verlesen, in der er die Tat einen »Moment blinder Wut« nennt. 00 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Kerzen und Blumen am Bahnhof in Landstuhl im Februar Foto: Boris Roessler / dpa Im Prozess nach der tödlichen Prügelattacke gegen den Bahnmitarbeiter Serkan Ç. hat der Angeklagte die Familie des Opfers um Verzeihung gebeten. »Aus der Tiefe meines Herzens möchte ich eine große Entschuldigung aussprechen für eine nicht zu entschuldigende Tat und einen Moment blinder Wut«, heißt es in der Erklärung von Ioanni V.
, die seine Verteidigerin im Landgericht Zweibrücken verlas. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 26-jährigen Mann vor, im Februar den Zugbegleiter Serkan Ç. bei einer Fahrkartenkontrolle nahe Landstuhl mehrfach heftig mit den Fäusten gegen den Kopf geschlagen zu haben.
Zwei Tage nach der Tat starb Ç. an einer Hirnblutung. Der Fall löste eine bundesweite Debatte über die Sicherheit von Zugbegleiterinnen und Zugbegleitern im Bahnverkehr aus.
Was Experten sagen
In der Erklärung des Angeklagten vor Gericht heißt es nun, ihm sei bewusst, dass seine Worte das Geschehen nicht rückgängig machen könnten. »Ich übernehme die volle persönliche Verantwortung«, hieß es in der Mitteilung. »Auch wenn ich weiß, dass meine Worte Ihren Schmerz nicht erleichtern können, möchte ich mich noch einmal entschuldigen.
« Skepsis zu der Einlassung von Ioanni V. äußerte der Verteidiger der Familie Ç. , die im Prozess als Nebenklägerin auftritt.
»Das war für mich keine aufrichtige Entschuldigung. Es war überhaupt gar keine Entschuldigung«, sagte Yalçın Tekinoğlu. Die Worte seien »komplett ichbezogen« gewesen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





