
Anders Fogh Rasmussen: Ex-Nato-Chef wirbt für Aufbau von neuem Staatenbündnis D7
Transatlantische Krise Früherer Nato-Chef wirbt für Aufbau von neuem Staatenbündnis Die USA sind unter Donald Trump kein verlässlicher Partner mehr. Ex-Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen plädiert deshalb für...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Transatlantische Krise Früherer Nato-Chef wirbt für Aufbau von neuem Staatenbündnis Die USA sind unter Donald Trump kein verlässlicher Partner mehr. Ex-Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen plädiert deshalb für »eine neue Führungskraft« – und hat schon Ideen, wer dem »D7«-Bündnis angehören sollte. 16 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Anders Fogh Rasmussen (2017 in Washington): »Meine größte Sorge gilt derzeit dem unberechenbaren Verhalten der Trump-Regierung« Foto: aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Der frühere Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wirbt für ein neues Bündnis demokratischer Staaten, das notfalls auch den USA die Stirn bieten kann.
»Seit meiner Kindheit habe ich die USA bewundert und die Vereinigten Staaten als natürliche Führungskraft der freien Welt betrachtet«, sagte der 73-Jährige. Nun scheine es aber so, dass US-Präsident Donald Trump sein Land aus dieser Rolle zurückziehe. »Deshalb brauchen wir eine neue Führungskraft der freien Welt.
« Als Wunschmitglieder für die neue Allianz sieht der Däne Rasmussen neben der EU, Großbritannien, Japan und Kanada auch die Länder Australien, Neuseeland und Südkorea. Sie könnte demnach in Anlehnung an die bereits existierende G7-Gruppe der führenden westlichen Industriestaaten D7 genannt werden, wobei das D für Demokratie stehen soll. »Und innerhalb eines solchen Bündnisses wären Drohungen gegeneinander selbstverständlich inakzeptabel« Ex-Nato-Chef Rasmussen »Wenn wir gemeinsam handeln, wenn wir unsere Kräfte bündeln und geschlossen auftreten, dann stellen wir eine beeindruckende Macht dar«, sagte Rasmussen.
Was Experten sagen
Wenn man wirtschaftlichem Zwang ausgesetzt sei und darauf gemeinsam reagiere, werde das in Peking oder im Fall der Fälle auch in Washington für Respekt sorgen. Dafür könne innerhalb der D7-Allianz – angelehnt an die berühmte Beistandsklausel der Nato – ein wirtschaftlicher Artikel 5 formuliert werden, nach dem ein ökonomischer Angriff auf einen als Angriff auf alle betrachtet werde. Konkret sollten über das prodemokratische Bündnis beispielsweise auch internationale Normen und Standards für den Einsatz neuer Technologien festgelegt und Abhängigkeiten bei der Rohstoffversorgung verringert werden.
Zudem gelte es, gemeinsam im Globalen Süden zu investieren, um eine Alternative zu chinesischen Investitionen zu schaffen. Mehr zum Thema Angekündigter Abzug von US-Soldaten: Merz sieht Stärke der Nato nicht allein von Truppenzahl abhängig Transatlantische Beziehungen: Trump nimmt Rache an Deutschland.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





