
Angebotsmieten in Großstädten stark gestiegen
Immobilienmarkt Angebotsmieten in Großstädten stark gestiegen Mieterinnen und Mieter in deutschen Großstädten müssen immer tiefer in die Tasche greifen, wenn sie eine Wohnung ergattern wollen. Interessenverbände nutzen...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Immobilienmarkt Angebotsmieten in Großstädten stark gestiegen Mieterinnen und Mieter in deutschen Großstädten müssen immer tiefer in die Tasche greifen, wenn sie eine Wohnung ergattern wollen. Interessenverbände nutzen die Zahlen für ihre Klage über den Mietmarkt insgesamt. 03 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Neubauten am Stadtrand von Berlin: sehr kleinen Ausschnitt des gesamten Mietmarkts Foto: Sabine Gudath / IMAGO Die Mieten in den 40 größten deutschen Städten sind in den vergangenen zehn Jahren um 51 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Erhebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts Empirica, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Die Einzelheiten
Demnach stiegen beispielsweise in der größten untersuchten Stadt Berlin die Angebotsmieten von im Mittel 8,93 Euro pro Quadratmeter Anfang 2016 auf 15,80 Euro Anfang 2026 (plus 76,9 Prozent). In der zweitgrößten Metropole Hamburg ging es um 54,2 Prozent auf 16,18 Euro nach oben und in München um 51,6 Prozent auf 23,26 Euro. Prozentual besonders stark stiegen die Mieten etwa in Rostock mit 83 Prozent auf im Mittel 11 Euro oder in Lübeck mit 71,3 Prozent auf 12,52 Euro.
Statistik erfasst nur kleinen Teil des WohnungsmarktsDie Statistik bildet allerdings nur einen sehr kleinen Ausschnitt des gesamten Mietmarkts ab. Denn es werden nur die sogenannten Angebotsmieten erfasst. Sie betreffen also nur die Wohnungen, die gerade zur Neuvermietung auf dem Markt sind.
Die sogenannten Bestandsmieten, die in häufig auch langjährigen Mietverhältnissen zu bezahlen sind, fallen deutlich niedriger aus. Schätzungen der Wohnungswirtschaft zufolge wechseln zum Beispiel in Berlin jährlich im Durchschnitt bei etwa 5000 Wohnungen pro Monat die Mieter. Zum Vergleich: Der gesamte Wohnungsbestand umfasst mehr als zwei Millionen Wohnungen, davon sind deutlich mehr als 80 Prozent Mietwohnungen.
Was Experten sagen
Mehr zum Thema Ifo-Analyse zur Wohnraumkrise: Hohe Mieten schaden Großstädten Wohnungsmarkt unter Druck: Mieten steigen im vierten Quartal doppelt so stark wie Inflation Knapper Wohnraum: Die Immobilienpreise steigen – die Mieten steigen noch stärker Anlässlich bundesweiter Mietenstopp-Aktionstage, die von diesem Freitag bis Sonntag stattfinden, fordert DGB-Vizechef Stefan Körzell energischere politische Schritte. Nötig seien unter anderem mehr Investitionen in den sozialen und öffentlichen Wohnungsbau und schärfere Regeln gegen Mietwucher. Insbesondere warf Körzell der schwarz-roten Koalition vor, beim Wohngeld kürzen zu wollen.
«Damit setzt sie erneut den Rotstift bei den Schwächsten an, anstatt endlich diejenigen stärker in die Verantwortung zu nehmen, die über große Vermögen und Erbschaften verfügen», sagte er der dpa.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





