
Angst vor Turbulenzen: Buchungen für Urlaub brechen wegen Irankrieg ein
Angst vor Turbulenzen : Buchungen für Urlaub brechen wegen Irankrieg ein Von Timo Kotowski 05.05.2026, 09:47 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Der Urlaub am Mittelmeer wie hier im türkischen Ferienort Alanya...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Angst vor Turbulenzen : Buchungen für Urlaub brechen wegen Irankrieg ein Von Timo Kotowski 05. 2026, 09:47 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Der Urlaub am Mittelmeer wie hier im türkischen Ferienort Alanya bleibt beliebt.
Flüge dahin wird es auch in diesem Sommer geben. Picture Alliance Die Deutschen buchen sonst gern früh, doch jetzt halten sich Urlauber mit knappem Budget zurück. Bleiben Ferienflieger mit leerem Tank am Boden?
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Lieber auf das neue Kleid oder die neuen Shorts für den Urlaub verzichten als auf den Urlaub insgesamt – nach dieser Devise handeln offenbar 46 Prozent der Deutschen. Gemäß einer Studie des Unterkunftsuchportals Trivago, deren Ergebnisse der F. vorliegen, würden sie über drei Monate auf den Kauf jeglicher Bekleidung verzichten, um ihre Urlaubskasse aufzubessern.
31 Prozent würden Videostreamingdienste kündigen, 33 Prozent den Besuch im Fitnessstudio streichen. Urlaub genießt einen hohen Stellenwert, nur drei Prozent stufen ihn als „nicht notwendig“ ein, 31 Prozent halten ihn für in jedem Fall „unverzichtbar“. Doch dass in Umfragen überhaupt derart detailliert danach gefragt wird, ist ein Anzeichen dafür, dass mit den Folgen des Irankriegs Sorgen in die Urlaubswelt eingezogen sind.
Die Neubuchungen sind eingebrochen, für Reiseveranstalter mit ihrem Kernprodukt Pauschalreisen maß der Marktforscher Travel Data and Analytics (TDA) 19 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahresmonat, während zugleich die Flugpreise stiegen. „Die Kombination aus einer Krise und Preisrisiken führt zur Buchungszurückhaltung“, sagt TDA-Fachmann Roland Gassner der F. „Das, was im März und Anfang April nicht gebucht wurde, fehlt bei Reisen im Mai und Juni.
Was Experten sagen
Für das Geschäft mit Best-Agern, kinderlosen Paaren und Singles sind diese Monate aber eigentlich eine wichtige Phase. “ Für die Sommerferien bleibe ein Hoffnungsschimmer. „Seit Mitte April sehen wir eine leichte Erholungstendenz.
“ Davon profitierten Ziele wie Griechenland, nachdem im März die Nachfrage für das gesamte östliche Mittelmeer gesunken war. „Insgesamt bleiben die Neubuchungen aber deutlich unter dem Vorjahresniveau“, sagt Gassner. Bis Februar liefen die Geschäfte gut, seitdem ist es anders Hinter den Kulissen spricht mancher von einem „Sturm“, der durch die Branche wirbele.
Der touristische Vertriebsklimaindex des Beratungsunternehmens Dr. Fried und Partner, eine Art Ifo-Index für die Reisebranche, ist auf 75 gestürzt. Werte unter 100 zeigen Pessimismus an.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





