
Anonyme Meldung: Raubkunst bei Familie eines niederländischen SS-Offiziers entdeckt
Anonyme Meldung : Raubkunst bei Familie eines niederländischen SS-Offiziers entdeckt 11.05.2026, 18:23Lesezeit: 2 Min. Das Handout zeigt das Gemälde „Porträt eines jungen Mädchens“ von Toon Kelder aus der geplünderten...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Anonyme Meldung : Raubkunst bei Familie eines niederländischen SS-Offiziers entdeckt 11. 2026, 18:23Lesezeit: 2 Min. Das Handout zeigt das Gemälde „Porträt eines jungen Mädchens“ von Toon Kelder aus der geplünderten Goudstikker-SammlungAFPEin geraubtes Gemälde aus der NS-Zeit ist in den Niederlanden wieder aufgetaucht.
Es hing offenbar jahrzehntelang im Haus der Nachfahren eines Nazi-Kollaborateurs. Nun fordern die Erben die Rückgabe. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Kunstwelt ist um einen spektakulären Fall reicher: In den Niederlanden ist ein von den Nazis geraubtes Gemälde aus der Sammlung des jüdischen Kunsthändlers Jacques Goudstikker im Haus von Nachfahren eines berüchtigten SS-Kollaborateurs aufgetaucht.
Die Einzelheiten
Das „Porträt eines jungen Mädchens“ des niederländischen Malers Toon Kelder hänge wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten im Flur des Hauses der Enkeltochter von Hendrik Seyffardt, sagte der als „Indiana Jones der Kunstwelt“ bekannte Detektiv Arthur Brand am Montag der Nachrichtenagentur . Seyffardt war einer der ranghöchsten Nazi-Kollaborateure in den Niederlanden und Kommandeur einer niederländischen Freiwilligen-Einheit der Waffen-SS an der Ostfront im Zweiten Weltkrieg. Als er 1943 von Widerstandskämpfern getötet wurde, bekam er von den Nazis ein Staatsbegräbnis in Den Haag, inklusive Kranz von Adolf Hitler.
Hermann Göring hatte die komplette Sammlung Goudstikker nach der Flucht des Kunsthändlers nach Großbritannien 1940 geplündert. Brand vermutet, dass Seyffardt das Gemälde bei einer Versteigerung 1940 erwarb. Das nun öffentlich gewordene Bild bezeichnet Brand als „den bizarrsten Fall in meiner ganzen Karriere“.
Er sei von einem weiteren Nachkommen Seyffardts kontaktiert worden, der anonym bleiben wolle. Dieser habe erst vor kurzem erfahren, dass er mit dem Nazi-Kollaborateur verwandt ist – und dass das Gemälde, das seit Jahren in dem Haus von dessen Enkeltochter hing, ursprünglich in jüdischem Besitz war. „Es wurde Goudstikker geraubt, es ist unverkäuflich, erzähl’ niemandem davon“, soll die Enkeltochter laut Brand dem Mann gesagt haben.
Was Experten sagen
Dieser sagte jedoch der Zeitung „De Telegraaf“: „Ich schäme mich. Das Gemälde sollte den Erben Goudstikkers zurückgegeben werden. “ Die Großmutter sagte der Zeitung, nicht gewusst zu haben, dass es sich um Raubkunst handele.
„Ich habe es von meiner Mutter bekommen. “ Nun könne sie verstehen, dass Goudstikkers Erben das Bild zurückhaben wollten. Ihre Familie diskutiere über eine Rückgabe.
Laut Detektiv Brand forderten die Erben bereits die Rückgabe des Bildes.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





