
Apotheken sollen zusätzliche Leistungen anbieten können
Reformvorschlag zur Abstimmung Apotheken sollen zusätzliche Leistungen anbieten können Impfungen, Vorsorge, größeres Arzneiangebot: Gesundheitsministerin Nina Warken will den Apotheken mit ihrem vorgelegten...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Reformvorschlag zur Abstimmung Apotheken sollen zusätzliche Leistungen anbieten können Impfungen, Vorsorge, größeres Arzneiangebot: Gesundheitsministerin Nina Warken will den Apotheken mit ihrem vorgelegten Gesetzentwurf neue Geschäftsfelder eröffnen. Eine Lobbygruppe protestiert scharf. 15 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (6 Minuten) 6 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Apotheke in Halle an der Saale: erste Anlaufstellen für Gesundheitsfragen Foto: Jan Woitas / dpa In Apotheken gibt es schon jetzt nicht nur Medikamente. Künftig sollen sie Patientinnen und Patienten aber noch weitere Leistungen anbieten können – von Impfungen über Vorsorge bis zu mehr Arzneien auch ohne sonst nötiges Rezept.
Die Einzelheiten
Das sehen Gesetzespläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vor, die der Bundestag heute beschließen soll. Die neuen Möglichkeiten sollen das Netz der Apotheken auch auf dem Land absichern und die Versorgung generell breiter aufstellen. Für viele Menschen seien Apotheken bereits erste Anlaufstellen, wenn es um Gesundheitsfragen gehe, sagte Warken.
Und diese Kontakte sollten nun noch stärker genutzt werden, um leicht zugängliche Angebote zu etablieren. Dabei gehe es aber nicht um komplexe Diagnosen oder einen Ersatz ärztlicher Begutachtungen. Weitere Ziele der Reform sind mehr Eigenverantwortung und Flexibilität, wie es im Entwurf heiß.
Denn vor allem kleineren und ländlichen Apotheken machten Personalmangel und sinkende Wirtschaftlichkeit Probleme. Die Zahl der Apotheken sinkt seit Jahren und ging bis Ende März weiter auf 16. 541 zurück – den niedrigsten Stand seit 1977.
Was Experten sagen
Mehr als 90 Prozent des Umsatzes kommen nach wie vor aus dem Kerngeschäft mit Arzneimitteln ohne und mit Rezept. Ein Überblick über die vorgesehenen Neuregelungen:VorsorgeApotheken sollen neue Leistungen zu Vorbeugung und Früherkennung anbieten können – etwa für Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und rund ums Rauchen. ImpfungenNeben Impfungen gegen Grippe und Corona sollen alle Schutzimpfungen mit »Totimpfstoffen« in Apotheken angeboten werden können - also zum Beispiel auch gegen Tetanus oder Virusinfektionen, die Zecken übertragen (FSME).
Schnelltests Wie bei Coronatests in der Pandemie sollen Patienten selbst zu bezahlende Schnelltests zu bestimmten Erregern bekommen können – etwa auf Influenza-, Noro- oder Rotaviren. Das soll auch Infektionsketten schneller unterbrechen. MedikamenteApotheken sollen verschreibungspflichtige Präparate in bestimmten Fällen auch ohne ärztliche Verordnung abgeben können.
Patienten müssen sie dann selbst bezahlen. Gehen soll das zum einen bei bekannten und schon seit Längerem eingenommenen Medikamenten. Erlaubt werden soll die einmalige Abgabe der kleinsten Packung, wenn das Fortführen der Therapie keinen Aufschub erlaubt.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




