
Arbeitszeit: Ökonomen schlagen Ausweitung nur für Bürobeschäftigte vor
Debatte über Achtstundentag Ökonomen schlagen Ausweitung der Arbeitszeit nur für Bürobeschäftigte vor Schwarz-Rot hat sich beim Streit über den Achtstundentag verhakt, nun machen Ökonomen einen Vorschlag: Die...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Debatte über Achtstundentag Ökonomen schlagen Ausweitung der Arbeitszeit nur für Bürobeschäftigte vor Schwarz-Rot hat sich beim Streit über den Achtstundentag verhakt, nun machen Ökonomen einen Vorschlag: Die Höchstarbeitszeit könnte zunächst nur für bestimmte Berufe ausgedehnt werden. Von den Gewerkschaften kommt hingegen eine Warnung. 03 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Angestellte im Büro Foto: Stefano Rellandini / In der Debatte um die Zukunft des Achtstundentags hat das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) vorgeschlagen, die Arbeitszeit zunächst nur für bestimmte Berufe auszuweiten. »Wenn man zu große Sorgen um den Arbeitsschutz hat, könnte man in einem ersten Schritt die gesetzliche Anpassung auf Beschäftigte konzentrieren, wo keine Gesundheitsrisiken drohen: die Bürobeschäftigten«, sagte der IW-Arbeitsmarktexperte Oliver Stettes den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Die Einzelheiten
Stettes warb dafür, die Regelung zur täglichen Arbeitszeit zu reformieren. »Eine Flexibilisierung der täglichen Höchstarbeitszeit kann Beschäftigten und Unternehmen helfen, private Wünsche und Anforderungen mit betrieblichen Notwendigkeiten besser auszubalancieren. «Gewerkschaften warnen vor GesundheitsschädenUnterdessen warnen die Gewerkschaften vor Gesundheitsschäden durch eine Abkehr vom Achtstundentag.
»Zu lange Arbeitstage führen nachweislich zu Krankheiten, die am Ende des Tages nicht nur Beschäftigten schaden, sondern auch der Wirtschaft und dem Gesundheitssystem«, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. »Jede Lockerung der Regeln würde einseitig die Arbeitnehmer belasten«, erklärte Piel weiter. »Änderungen am Arbeitszeitgesetz lehnen wir ab: Das aktuelle Gesetz sichert die Gesundheit der Beschäftigten und verhindert, dass Menschen wie Maschinen behandelt werden.
«Auch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) warnte vor einer Aufweichung des Achtstundentags. Nach Ansicht ihres Chefs Guido Zeitler droht dadurch ein »Rückschritt in Zeiten, die wir nicht zurückhaben möchten. « Er verwies auf arbeitsmedizinische Studien, die gezeigt hätten, dass zu lange Arbeitszeiten krank machten.
Mehr zum Thema Debatte über Achtstundentag: »Viele Leute werden gegen ihren Willen durch das Arbeitszeitgesetz geschützt« Ein Interview von Matthias Kaufmann SPD-Chefin, Ministerin, Reformblockade: Bremse Bas Eine Kolumne von Alexander Neubacher Kommunikationsetikette: Wie man sich im Job vor der Flut an Benachrichtigungen schützt Eine Kolumne von Sara Weber »Seit jeher ist das Arbeitszeitgesetz daher ein Schutz für Beschäftigte vor den Ansprüchen, ja auch der Willkür, ihrer Chefs«, sagte Zeitler den Funke-Zeitungen. »Heute scheinen die Belastbarkeitsgrenzen von Beschäftigten jedoch vergessen zu sein«.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





