
Architekt Martin Elsaesser: Brückenbauer zwischen Tradition und Moderne
Architekt Martin Elsaesser : Brückenbauer zwischen Tradition und Moderne Von Alexander Jürgs 03.05.2026, 09:40 Lesezeit: 7 Min. Bildbeschreibung ausklappen Schmuckstück: Die Gustav-Adolf-Kirche wurde in ihren...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Architekt Martin Elsaesser : Brückenbauer zwischen Tradition und Moderne Von Alexander Jürgs 03. 2026, 09:40 Lesezeit: 7 Min. Bildbeschreibung ausklappen Schmuckstück: Die Gustav-Adolf-Kirche wurde in ihren „Urzustand“ zurückversetzt.
Ben Kilb Im „Neuen Frankfurt“ waren die Architekten Martin Elsaesser und Ernst May gleichzeitig Mitstreiter und Konkurrenten. Elsaesser stand dabei lange in Mays Schatten. Heute zeigt sich: Seine Art zu bauen hat an Aktualität nichts eingebüßt.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der Architekt Dreysse läuft voran, einmal quer durch den Kirchenraum. „Kommen Sie mit“, ruft er. Dann legt er seine Hand flach auf den Altar, bewegt sie langsam über die Fläche.
„Das ist so schön glatt, richtiger Streichelbeton. “ Wie ein Naturstein sei der Baustoff behandelt worden, das mache ihn anschmiegsam, erzählt der Architekt. „Solche Feinheiten hat Martin Elsaesser ganz bewusst eingesetzt, er war ein Künstlerarchitekt.
“ 1928 wurde die evangelische Gustav-Adolf-Kirche eingeweiht, die Dreysse so zum Schwärmen bringt. Aus ihrer Umgebung, dem von alten Fachwerkhäusern und engen Gassen geprägten Kern des Frankfurter Stadtteils Niederursel, sticht sie heraus. Die klare, moderne Form, der schlanke Turm und der achteckige Predigtraum machen sie zum markanten und unübersehbaren Schmuckstück, das seine Nachbarschaft trotzdem nicht dominiert.
Was Experten sagen
Die Kirche zeigt das besondere Gespür, das der 1884 geborene Architekt Martin Elsaesser hatte: für die Umgebung, für die Proportionen, für die Materialien. Ein Hotspot für Architekturbegeisterte Dreysse, Jahrgang 1937 und bis heute als freiberuflicher Architekt mit eigenem Büro aktiv, hat viel Arbeit in die Gustav-Adolf-Kirche gesteckt. Sein Ziel war es, das Bauwerk in seinen „Urzustand“ zurückzuversetzen.
Denn bei Umbauten war der Altarraum verändert worden, neue Buntglasfenster hatte man eingesetzt, der originale Boden war entfernt worden. „Die Kirche war entstellt“, sagt Dreysse. „Sie strahlte nicht mehr die Kraft aus, die sie eigentlich hat.
“ Elegant: Der schlanke Turm der Gustav-Adolf-Kirche sticht im dörflichen Frankfurt-Niederursel heraus. Ben Kilb Ein Restaurator machte sich daran, mit dem Skalpell alte Farbschichten freizulegen. Eine Handvoll verwackelte Schwarz-Weiß-Fotos und die wenigen Aufzeichnungen, die es aus der Bauzeit noch gab, wurden studiert, erste Rekonstruktionsversuche unternommen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





