
Auf Tove Janssons Spuren: Die Frau, die Inseln liebte
Auf Tove Janssons Spuren : Die Frau, die Inseln liebte Von Arezu Weitholz 12.05.2026, 11:15Lesezeit: 9 Min. Glücklichweiße Nächte im Sommer: Tove Jansson im Meer.Per Olov JanssonTove Jansson und ihre berühmteste...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Auf Tove Janssons Spuren : Die Frau, die Inseln liebte Von Arezu Weitholz 12. 2026, 11:15Lesezeit: 9 Min. Glücklichweiße Nächte im Sommer: Tove Jansson im Meer.
Per Olov JanssonTove Jansson und ihre berühmteste Schöpfung, die Mumins, haben im vergangenen Jahr mehr für den Tourismus in Finnland getan als alle Elche und Sonnenuntergänge zusammen. Eine Reise durchs Land auf den Spuren der Künstlerin. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Alle lieben die Mumins, aber ihre Schöpferin liebte eine Insel: Klovharun im Pellinge-Archipel, weit draußen im Meer vor der Küste Finnlands, zwischen Himmel und Sturm, Freiheit und Mut.
Die Einzelheiten
Wind streicht über die kahlen Felsen. Hier stand sie barfuß, malte, schrieb und schaute aufs Meer: Tove Jansson, Erfinderin der Mumins, Künstlerin, Autorin und bekennende Liebhaberin von Stürmen. Man möchte es ihr gleichtun, sich jetzt einfach hinsetzen, atmen und schauen.
Weit hinaus über das Meer, wo die Silhouette der Sonne die Wolken, das Meer und den Horizont in eine invertierte Welt aus Linien und Formen verwandelt. Als würden sie von hier stammen, die feinen klaren Linien und Schraffuren ihrer Illustrationen. Die kleine schwarze Hütte mit den himmelblauen Fenstern kauert sich in die Felsen, wo Gras und Margeriten wachsen, gelbes Moos, die Steine sind grau, rot, weiß.
Am Rande des ArchipelsTove Jansson träumte ein Leben lang von Inseln und verbrachte schon als Kind ihre Sommer im Pellinge-Archipel, einem flachen, weiten, windigen Landstrich, etwa eine Stunde von Helsinki entfernt. 1946, mit 32, schaute sie von ihrer Lieblingsinsel Kummelskär in den Sternhimmel, lauschte den Wellen und war „tief überwältigt von dem Drang, auf dieser Insel zu leben oder sie zu besitzen“. Als das nicht klappte, pachtete sie die Insel Bredskär, nur 15 Minuten von hier.
Was Experten sagen
Mit ihrem Bruder Lars baute sie dort 1947 das Haus Windrose, ein Onkel brachte die nach dem Krieg raren Nägel aus Schweden mit. Doch irgendwann wurden die Besuche selbst dem Familienmensch Tove zu trubelig, und als sogar japanische Touristen Kieselsteine als Souvenirs mitnahmen, denn sie hatte bereits zu Lebzeiten Weltruhm erlangt – baute sie 1963 mit ihrer Lebensgefährtin, der Künstlerin Tuulikki Pietilä, hier auf Klovharun am äußersten Rand des Archipels ein letztes Zuhause. Tove Jannson und Tuulikki Pietilä vor ihrer Hütte auf Klovharun im Pellinge-Archipel Drinnen ist es noch so, wie es die beiden 1991 zurückließen: eine orange, holzbraune Gemütlichkeit, Gewürze im Regal, der Schaukelstuhl, an der Tafel eine Notiz ihres Helfers Brunström, das Bücherregal über dem Bett mit dem maßgefertigten Fach für Audiokassetten.
Beide liebten Musik, sie hatten sich 1955 bei einer Weihnachtsfeier beim Plattenauflegen am Grammophon kennengelernt. 1963 schrieb sie an Tuulikki: „Hast du ‚Der Mann, der die Inseln liebte‘ gelesen? Wie wäre es mit der Geschichte von der Frau, die sich in eine Insel verliebte?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





