
Auffällige WM-Treter: Sind so pinke Schuhe
Auffällige WM-Treter : Sind so pinke Schuhe Von Stefan Trinks 25.06.2026, 17:47Lesezeit: 3 Min. Elf Pinke sollt ihr sein: wie hier beim WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste.dpaRosa Treter mit großer Vergangenheit: Warum...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Auffällige WM-Treter : Sind so pinke Schuhe Von Stefan Trinks 25. 2026, 17:47Lesezeit: 3 Min. Elf Pinke sollt ihr sein: wie hier beim WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste.
dpaRosa Treter mit großer Vergangenheit: Warum das auffällig gefärbte Schuhwerk der deutschen WM-Mannschaft keinesfalls eine modische Geckenhaftigkeit der Jetztzeit ist. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Schließt man für einen Moment bei einem Spiel der deutschen Mannschaft die Augen, nur ganz kurz natürlich, damit man nichts verpasst, ziehen sich die pinken Schuhe der Nationalelf noch Mikrosekunden lang wie kleine Blitze über die Retina. Seit den legendären pinken Trikots der Europameisterschaft 2024 wird die Farbe inzwischen – nach anfänglichen Kritikastereien – als Ausdruck einer jungen und modebewussten Mannschaft wahrgenommen.
Die Einzelheiten
Abgesehen davon, dass die Farbe sich kontrastreich gut vom Grün abhebt und möglicherweise sogar immer noch für einen kurzen Irritationsmoment als lange Jahre undenkbare, weil scheinbar zart-weibliche Farbe an einem strammen Männerbein beim Gegner sorgt, gilt es, ein tief verankertes Vorurteil so kaltblütig wie Deniz Undav aus dem Weg zu schießen: Das auffällige Pink war in der Kulturgeschichte keinesfalls dem weiblichen Geschlecht vorbehalten. Schon in der Farbpsychologie wird dem Rosé seit jeher eine spannungsreiche Wirkung zugesprochen. Die genderstupide Einteilung in „Rosa für Mädchen, Hellblau für die Buben“ entstammt jedenfalls erst der Barbie-Ära der Fünfzigerjahre.
Noch um 1900 trugen Knaben selbst beim Modellstehen für Porträtfotografien durchaus oft roséfarbene Mädchenkleider, im 19. Jahrhundert schätzten beide Geschlechter Rosa sehr als „kleines Rot“. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Im Rokoko trug der echte Mann RosaNoch einmal hundert Jahre zuvor, in der Zeit des Rokoko, galt Rosa sogar als männlichste Farbe überhaupt. Die waffenstarrenden Arsenale der Städte waren häufig in dieser Farbe gestrichen; glücklicherweise wurde das Berliner Zeughaus, heute Sitz des Deutschen Historischen Museums, im Zuge seiner Generalsanierung in der alten originalen Farbigkeit des 18. Jahrhunderts wiederhergestellt.
Niemand, der im Hof des Zeughauses je die von Andreas Schlüter geschaffenen 22 steinernen Häupter sterbender Krieger gesehen hat, wird behaupten wollen, das roséfarbene Zeughaus wirke in irgendeiner Weise unmännlich. Pink regiert: Das originale Outfit des künftigen Zaren Alexander I. von Russland in der Ausstellung „Manga Royals“ in der Königlichen Rüstkammer StockholmLivrustkammarenEbenso finden sich in Berlin und Potsdam in den Museen und in Sanssouci gleich mehrere Porträts des Heerführers Friedrich des Großen, die ihn in Altrosa zeigen, vor allem in langen Seidenstrümpfen in dieser Farbe und ebensolchen Schuhen, da er unendlich stolz auf seine strammen Waden war.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





