
Barrierefrei bauen: Geplant, als würde niemand jemals alt
Barrierefrei bauen : Geplant, als würde niemand jemals alt Ein Kommentar von Andrea Diener 19.05.2026, 10:18Lesezeit: 2 Min. Treppen einer Unterführung: Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sieht anders...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Barrierefrei bauen : Geplant, als würde niemand jemals alt Ein Kommentar von Andrea Diener 19. 2026, 10:18Lesezeit: 2 Min. Treppen einer Unterführung: Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sieht anders aus.
dpaAllein in Hessen fehlen 80. 000 barrierefreie Wohnungen. Kann man sich eigentlich noch leisten, nicht barrierefrei zu bauen, wenn alle immer älter werden?
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Warum barrierefreies Bauen wichtig ist, kann man mit etwas Pech auch als nicht eingeschränkter Bürger im besten Alter erfahren. Ein Gipsbein genügt, schon will jeder Schritt auf Krücken und jede Fahrt im Krankenkassen-Rollstuhl genau geplant sein. Duschwannen werden zu unüberwindbaren Barrikaden, höhere Stockwerke ohne Aufzug unerreichbar, öffentliche Verkehrsmittel samt zugehörigen Stationen zum Hindernisparcours.
Die Teilhabe an der Öffentlichkeit ist mit einem Mal keine Selbstverständlichkeit mehr. Im öffentlichen Raum wird zwar momentan viel nachgerüstet, Bushaltestellen und Bahnhöfe werden barrierefrei für unterschiedlichste Behinderungen umgebaut. Doch im privaten Wohnungssektor wird noch viel zu oft geplant, als würde niemand jemals alt oder erwerbe sich im Lauf seines Lebens eine Behinderung.
Es ist auch eine nicht ganz kleine Käuferschicht, die man auf diese Weise ausschließt. Es ist auch eine Position der Dringlichkeit, aus der heraus die Hessische Architektenkammer zu einer Tagung in Hattersheim lud, bei der es um inklusive Gestaltung ging. 2,5 Millionen barrierefreie Wohnungen fehlen deutschlandweit, in Hessen sind es 80.
000, und die Menschen werden immer älter. „Wir haben lange auf Freiwilligkeit und bessere Einsicht gesetzt, und es hat uns nicht weitergebracht“, sagt auch Jürgen Dusel, bei der Bundesregierung ist er der Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





