
Besitzdenken als Motiv: Lebenslang nach Mord an früherer Ehefrau
Besitzdenken als Motiv : Lebenslang nach Mord an früherer Ehefrau Von Jan Schiefenhövel 06.07.2026, 14:37Lesezeit: 3 Min. Entscheidung: Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Darmstadt stuft die Bluttat an einer Frau...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Besitzdenken als Motiv : Lebenslang nach Mord an früherer Ehefrau Von Jan Schiefenhövel 06. 2026, 14:37Lesezeit: 3 Min. Entscheidung: Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Darmstadt stuft die Bluttat an einer Frau als Mord und nicht als Totschlag ein.
dpaEin Paar lebt nach der Scheidung weiter in der gemeinsamen Wohnung. Die Spannung zwischen den Eheleuten entlädt sich in einer Bluttat, über die das Landgericht Darmstadt geurteilt hat. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Das Landgericht Darmstadt hat einen 57 Jahre alten Mann für den Mord an seiner ehemaligen Ehefrau zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
Die Einzelheiten
Nach Überzeugung der Richter hat der Deutsche Mustapha H. im vergangenen August in Heppenheim die Frau nach der Scheidung aus Besitzdenken heraus getötet. Darin sieht die Schwurgerichtskammer einen niedrigen Beweggrund, also das Merkmal eines Mordes, das dieses schwerste Verbrechen vom milder bestraften Totschlag unterscheidet, wie es am Montag in der Urteilsbegründung hieß.
Gehandelt habe der Angeklagte nach dem Muster: „Wenn ich sie nicht haben kann, soll keiner sie haben. “ Mit dem Urteil und den Argumenten zur Begründung folgte das Gericht dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft, die an einem früheren Verhandlungstag eine lebenslange Strafe beantragt hatte. Dagegen hatte die Verteidigung die Bluttat als Totschlag im Affekt beschrieben.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Die Getötete war die zweite Ehefrau des Angeklagten, wie der Vorsitzende Richter Volker Wagner in der Urteilsbegründung ausführte.
Was Experten sagen
Die 22 Jahre jüngere Frau habe er im Internet kennengelernt. Sie sei aus Marokko, auch Heimatland des Angeklagten, nach Deutschland gekommen, um ihn zu heiraten. Bald nach der Hochzeit sei das erste von zwei Kindern geboren worden.
„Ein Leben als Pascha“Die Ehefrau habe von ihrem Mann verlangt, zu arbeiten und für die Familie zu sorgen. „Die Frau wollte etwas von ihrem Leben haben. Sie wollte mehr“, sagte der Vorsitzende.
Sie selbst habe etwas für ein besseres Leben getan und einen Sprachkursus absolviert. Der Mann aber habe „ein Leben als Pascha“ geführt und nicht gearbeitet. Er habe offenbar gedacht, sie müsse dankbar sein, dass er sie nach Deutschland geholt habe.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





