
Binnenvertriebene: Mehr Menschen von Gewalt betroffen als von Naturkatastrophen
Zahlen für 2025 Mehr Menschen durch Gewalt vertrieben als durch Naturkatastrophen Mehr als 80 Millionen Menschen waren 2025 in ihrer Heimat auf der Flucht. Einen massiven Anstieg gab es bei Vertreibungen durch Konflikte...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Zahlen für 2025 Mehr Menschen durch Gewalt vertrieben als durch Naturkatastrophen Mehr als 80 Millionen Menschen waren 2025 in ihrer Heimat auf der Flucht. Einen massiven Anstieg gab es bei Vertreibungen durch Konflikte und Gewalt. Ein Experte spricht von »weltweitem Versagen«.
42 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Vertriebene in der Demokratischen Republik Kongo (2025) Foto: Moses Sawasawa / AP / dpa Erstmals sind im vergangenen Jahr weltweit mehr Menschen durch Konflikte und Gewalt in ihrem Heimatland vertrieben worden als durch Katastrophen.
Die Einzelheiten
Das teilte die Beobachtungsstelle für Binnenvertriebene (IDMC) in Genf mit. 2025 registrierte sie 32,2 Millionen Vertreibungen durch Konflikte und Gewalt , 60 Prozent mehr als im Jahr davor. Fast zwei Drittel davon betrafen Iran und die Demokratische Republik Kongo.
Katastrophen wie Stürme und Überschwemmungen verursachten 29,9 Millionen Vertreibungen, 35 Prozent weniger als im Jahr davor. Für beide Kategorien gilt: Dies entspricht nicht der Zahl der individuell Betroffenen, sondern bezieht sich auf den jeweiligen Akt der Vertreibung. Zudem kann eine Person innerhalb eines Jahres mehrfach betroffen sein.
Was eine Vertreibung bedeutetEine Vertreibung bedeutet, dass jemand wegen der Gefahr aus seinem Haus fliehen musste. Die Beobachtungsstelle erfasst, wer danach im eigenen Land außerhalb seiner Heimat Zuflucht suchte. Es geht also um Binnenvertriebene, nicht Menschen, die auf der Flucht ihr Land verlassen haben.
Was Experten sagen
Die IDMC wurde 1998 vom norwegischen Flüchtlingsrat gegründet. Sie ist für Regierungen und Vereinte Nationen eine der wichtigsten Quellen für Daten, Analysen und Berichte über Binnenflüchtlinge. Sie warnt, dass mangels Geld die Datenlage unzuverlässiger wird.
Insgesamt lebten nach IDMC-Angaben im vergangenen Jahr 82,2 Millionen Menschen nicht in ihren angestammten Dörfern und Städten (2024: 83,5 Millionen). Das war die zweithöchste je registrierte Zahl. Die meisten Vertriebenen gab es im Sudan, in Kolumbien, Syrien, Jemen und Afghanistan.
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Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





