
Blockbuster-Auktionen in New York: Seid umschlungen, Millionen!
Blockbuster-Auktionen in New York : Seid umschlungen, Millionen! Von Anne Reimers, London 12.05.2026, 14:51Lesezeit: 5 Min. Gehörte dem Condé-Nast-Chef S.I. Newhouse: Jackson Pollocks knapp dreieinhalb Meter breite...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Blockbuster-Auktionen in New York : Seid umschlungen, Millionen! Von Anne Reimers, London 12. 2026, 14:51Lesezeit: 5 Min.
Gehörte dem Condé-Nast-Chef S. Newhouse: Jackson Pollocks knapp dreieinhalb Meter breite Leinwand „Number 7A“ von 1948, Taxe „um 100 Millionen Dollar“ bei Christie’sChristie’s/VG Bild-Kunst, Bonn 2026Es geht wieder in schwindelerregende Höhen an der Spitze des Kunstmarkts: Bei den kommenden New Yorker Großauktionen treten gleich drei Werke mit neunstelligen Schätzpreisen an. Ein Überblick über die spektakulärsten Lose.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Einhundert Millionen Dollars sind immer noch eine fetischhafte Summe im Auktionssaal. Dass gleich drei Kunstwerke mit Schätzungen in dieser Preisregion bei den großen Versteigerungen moderner und zeitgenössischer Kunst im Mai in New York ihren Auftritt haben, markiert eine Trendwende an der Spitze des Markts. Eingeleitet wurde diese schon im vergangenen November bei den New Yorker Herbstauktionen von Sotheby’s, Christie’s und Phillips, nach zwei vorausgegangenen Jahren mit sinkenden Umsätzen.
Die erfolgreiche Vermittlung der jetzt zum Verkauf stehenden Spitzenlose steht schon fest, ganz gleich was in der Welt passiert, denn sie sind mit Garantien abgesichert. Mit Lifestyle-Magazinen zur KunstsammlungAm 18. Mai kommen bei Christie’s in der Auktion „Masterpieces: The Private Collection of S.
Newhouse“ 16 Werke aus der Sammlung des 2017 verstorbenen langjährigen Vorstands der Condé-Nast-Mediengruppe zum Aufruf, die zusammen zwischen 462 und 595 Millionen Dollar einspielen sollen. Es ist die dritte Tranche mit Werken aus der Sammlung Newhouse bei Christie’s. Darunter ist eine von nur sechs bekannten Versionen von Constantin Brâncușis bahnbrechender abstrahierter Büste „Danaide“, um 1913 in Bronze gegossen, die sich auf den griechischen Mythos der 50 Töchter des Königs Danaos bezieht, die – bis auf eine – ihre Ehemänner in der Hochzeitsnacht ermordeten.
Was Experten sagen
Newhouse zahlte 2002 bei Christie’s etwas mehr als 18 Millionen Dollar (Taxe acht bis zehn Millionen) für diese Version mit vergoldetem Gesicht und krönte sie damals zur teuersten je versteigerten Skulptur. Um die 100 Millionen Dollar werden nun erhofft. Noch ein Hundert-Millionen-Dollar-Los aus der Newhouse-Kollektion: Contstantin Brancusi, „Danaide“, um 1913, vergoldete Bronze, Höhe 27,1 ZentimeterChristie's/VG Bild-Kunst, Bonn 2026Die gleiche Erwartung begleitet „Number 7A, 1948“, das größte „Drip Painting“ von Jackson Pollock, das sich noch in Privatbesitz befindet.
Ein Stück Kunstgeschichte in schwarzen und roten Farbklecksen auf Leinwand steht damit zum Verkauf. Zu den Spitzenlosen der Sammlung Newhouse gehört auch Pablo Picassos Bronze-Büste „Tête de femme (Fernande)“ (40/60 Millionen) aus dem Jahr 1909. Seine erste kubistische Skulptur gibt mit ihren tiefen Furchen einen faszinierenden Kontrast zu Brâncușis glatt geschliffenem Kopf ab.
Von Picassos Werk sind 20 Versionen bekannt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





