
Bundestag am Zug: Kabinett beschließt neues Heizungsgesetz
Bundestag am Zug : Kabinett beschließt neues Heizungsgesetz 13.05.2026, 11:25Lesezeit: 2 Min. Zählt er bald auch Biomethan? Ein Gaszähler hängt im Keller eines Einfamilienhauses.dpaDie Bundesregierung hat sich auf eine...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bundestag am Zug : Kabinett beschließt neues Heizungsgesetz 13. 2026, 11:25Lesezeit: 2 Min. Zählt er bald auch Biomethan?
Ein Gaszähler hängt im Keller eines Einfamilienhauses. dpaDie Bundesregierung hat sich auf eine neue Fassung des Heizungsgesetzes verständigt. Kritiker sehen darin eine Aufweichung des Klimaschutzes, die Regierung eine milliardenschwere Entlastung für Wirtschaft und Bürger.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Bundesregierung hat nach monatelangen Verhandlungen das neue Heizungsgesetz auf den Weg gebracht. Das Kabinett gab am Mittwoch grünes Licht für den Gesetzentwurf von Bauministerin Verena Hubertz (SPD) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Damit soll die Pflicht wegfallen, dass neue Heizungen mit einem Anteil von mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.
Kritiker sehen darin eine Aufweichung des Klimaschutzes. Die Regierung will damit Hauseigentümern wieder eine größere Wahlfreiheit lassen. Ab 2029 sollen neu eingebaute Gas- und Ölheizungen schrittweise klimaneutraler betrieben werden.
Dazu müssen sie einen wachsenden Anteil von Biomethan oder Bioöl beimischen, der bis 2040 auf 60 Prozent steigen soll. Die umstrittene Bio-TreppeDie sogenannte Bio-Treppe ist aber umstritten. Bisher sind klimafreundliche Gase und Öle nicht ausreichend vorhanden und auch teuer.
Was Experten sagen
Mieter werden deswegen vor „überhöhten Nebenkosten infolge des Einbaus einer unwirtschaftlichen Heizung geschützt“, wie es in der vorliegenden Kabinettsvorlage heißt. Ab 2028 sollen die Kosten für den CO2-Preis sowie die Gasnetzentgelte jeweils zur Hälfte zwischen Mietern und Vermietern aufgeteilt werden. Gleiches soll für die Preisaufschläge der ab 2029 vorgeschriebenen klimafreundlicheren Brennstoffe gelten.
Zur „Bio-Treppe“ heißt es im Gesetzentwurf: „Eine belastbare Abschätzung der in der Zukunft zu erwartenden Kosten ist derzeit nicht möglich. “ Die Bundesregierung gehe aber davon aus, dass es in den nächsten Jahren ein Wachstum des Marktes für biogene Heizungen und Brennstoffe geben werde. Regierung sieht milliardenschwere EntlastungDer Gesetzentwurf wird nun an den Bundestag zur Beratung übermittelt.
Der Bundesrat muss nicht zustimmen. Bürger werden dem Entwurf zufolge pro Jahr um rund 5,1 Milliarden Euro entlastet. „Für die Wirtschaft entsteht im Saldo eine jährliche Entlastung von rund 2,3 Milliarden Euro.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





