
Business-Ticker: Auch ohne neue Autozölle ist die Stimmung schon vermiest
Business-Ticker : Auch ohne neue Autozölle ist die Stimmung schon vermiest 02.05.2026, 15:33 Lesezeit: 1 Min. Bildbeschreibung ausklappen Teure Zölle: Deutsche Autos warten in Bremerhaven auf ihren Export. dpa...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Business-Ticker : Auch ohne neue Autozölle ist die Stimmung schon vermiest 02. 2026, 15:33 Lesezeit: 1 Min. Bildbeschreibung ausklappen Teure Zölle: Deutsche Autos warten in Bremerhaven auf ihren Export.
dpa Thyssenkrupp legt Verkauf der Stahlsparte auf Eis +++ Meta droht, Facebook und Whatsapp in New Mexico abzuschalten +++ Videospielhändler Gamestop will Ebay übernehmen +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog. Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Heute 06:22 Uhr Mark Fehr Irankrieg vermiest Autoherstellern die Stimmung Schon vor den von US-Präsident Donald Trump verkündeten höheren Importzöllen hat sich die Stimmung der deutschen Autoindustrie verschlechtert. Das Barometer fiel im April auf minus 23,8 Punkte, von minus 19,0 Zählern im März, wie das Münchner Ifo-Institut laut der Nachrichtenagentur am Montag zu seiner Umfrage mitteilte.
Die Einzelheiten
Die Unternehmen bewerteten laut der Meldung zwar ihre aktuelle Geschäftslage besser, blicken aber erheblich pessimistischer auf die kommenden Monate. Das Barometer für die Geschäftserwartungen fiel auf minus 30,7 Punkte, von minus 15,3 Punkten im März. „Die Iran-Krise belastet die ohnehin geschwächte Autoindustrie zusätzlich“, sagt Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.
Seit Freitag kommt ein neuer Belastungsfaktor hinzu. US-Präsident Trump hat angekündigt, die Einfuhrzölle für Fahrzeuge aus der Europäischen Union schon in dieser Woche von 15 auf 25 Prozent heraufzusetzen. „Die Kosten durch diese zusätzlichen Zölle wären für die deutsche sowie europäische Automobilindustrie in ohnehin sehr herausfordernden Zeiten enorm, hätten aber wahrscheinlich auch Auswirkungen auf die Verbraucherinnen und Verbraucher in den USA“, sagte die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller.
In der Autoindustrie machten sich erste Anzeichen von Materialknappheit bemerkbar. Bei 9,3 Prozent der Unternehmen fehlten im April wichtige Vorprodukte, im März waren es noch knapp ein Prozent. „Die Iran-Krise beeinträchtigt etwa die Produktion und Lieferung von Helium“, sagt Wölfl.
Was Experten sagen
Dieses Edelgas sei direkt und indirekt für die Automobilproduktion wichtig. Helium wird zum Beispiel in der Chipproduktion, für Airbags, bei der Metallbearbeitung und der Leckortung von Batterien verwendet. Die EU bezieht mit etwa 40 Prozent einen bedeutenden Anteil ihres Heliumbedarfs aus Katar, verwies das Ifo-Institut auf Daten der Deutschen Rohstoffagentur.
Die Forscher verwiesen zudem auf indirekte Wirkungen aus der Iran-Krise, die sich in den gesunkenen Geschäftserwartungen niederschlagen würden: Die generelle Unsicherheit bei Unternehmen und Haushalten steigt. „Zusammen mit den hohen Energiepreisen könnte dies für Kaufzurückhaltung beim Kauf von Neuwagen sorgen“, so das Ifo-Institut.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





