
Darf Milka die Schokoladentafel ohne Hinweis schrumpfen? Worum es in dem Fall geht
Gleiche Packung, weniger Inhalt Darf Milka die Schokoladentafel ohne Hinweis schrumpfen? Die Verbraucherzentrale Hamburg wirft dem Hersteller Mondelēz vor, die Milka-Preise verdeckt erhöht zu haben. Das Landgericht...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Gleiche Packung, weniger Inhalt Darf Milka die Schokoladentafel ohne Hinweis schrumpfen? Die Verbraucherzentrale Hamburg wirft dem Hersteller Mondelēz vor, die Milka-Preise verdeckt erhöht zu haben. Das Landgericht Bremen entscheidet nun, ob der Lebensmittelhersteller Kunden in die Irre geführt hat.
44 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (7 Minuten) 7 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Milka-Schokolade: Die Tafel sei »unmerklich rund einen Millimeter dünner geworden«, kritisieren Verbraucherschützer Foto: Pavlovska Yevheniia / Shutterstock Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+.
Die Einzelheiten
Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. Wer denkt, ein bekanntes und gewohntes Produkt zu kaufen und dann plötzlich mehr zahlt für weniger Inhalt, dürfte sich getäuscht fühlen. Die Verbraucherzentrale Hamburg wirft Mondelēz vor, bei seiner Milka-Schokolade so Verbraucher in die Irre geführt zu haben.
Die Organisation hat wegen unlauteren Wettbewerbs geklagt. Das Landgericht Bremen will an diesem Mittwoch sein Urteil in dem Streit fällen. »Während die Verpackung und das Design identisch sind, ist die Tafel selbst unmerklich rund einen Millimeter dünner geworden«, kritisiert die Verbraucherzentrale.
Viele Milka-Schokoladentafeln wiegen inzwischen nur noch 90 statt 100 Gramm. Gleichzeitig ist der Preis im Handel von 1,49 auf 1,99 Euro gestiegen. Rewe-Chef Lionel Souque hatte das kürzlich im SPIEGEL-Interview mit einem gestiegenen Einkaufspreis gerechtfertigt, den Rewe nun zahlen müsse.
Was Experten sagen
Souque kritisierte Mondelēz für die Methoden: »Unter diesen Bedingungen war ein Verkauf unter 1,99 Euro kaum darstellbar. Das ist irre«, sagte er. Der Hersteller selbst weist die Kritik zurück.
Eine Mondelez-Sprecherin sagte, das Gewicht sei klar auf der Verpackung zu erkennen. Der Anwalt des Konzerns argumentierte vor Gericht außerdem, dass die Menge schon in der Vergangenheit je nach Sorte zwischen 81 und 100 Gramm pro Tafel variiert habe. Mondelēz teilte auch mit, dass man Kunden auf der Website und in sozialen Medien über die Schokoladentafeln informiere.
Zusätzlich verwies die Sprecherin auf gestiegene Kosten in der gesamten Lieferkette. »Als Konsequenz daraus haben wir letztes Jahr entschieden, das Gewicht einiger unserer Milka-Tafeln anzupassen. « Der Vorsitzende Richter hatte zu Verhandlungsbeginn angedeutet, dass das Gericht der Argumentation der Verbraucherschützer folgen könnte.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





