
Dax-Trends 2026: Lohnt es sich jetzt, Aktien zu verkaufen?
Dax-Trends 2026 : Lohnt es sich jetzt, Aktien zu verkaufen? Von Kerstin Papon 15.05.2026, 15:53Lesezeit: 4 Min. Im Sonnenlicht: Der Mai ist als Monat voller Düfte und Blüten bekannt, wie hier an einem Apfelbaum in...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Dax-Trends 2026 : Lohnt es sich jetzt, Aktien zu verkaufen? Von Kerstin Papon 15. 2026, 15:53Lesezeit: 4 Min.
Im Sonnenlicht: Der Mai ist als Monat voller Düfte und Blüten bekannt, wie hier an einem Apfelbaum in Baden-Württemberg. Auch an der Börse findet er dank altbekannter Verhaltensregeln einige Beachtung. Foto dpaEine Börsenweisheit besagt: „Sell in May“.
Die Einzelheiten
Doch gerade in diesem Jahr scheint diese Regel besonders zu wackeln. Ein Grund liegt, wie inzwischen so oft, in der Künstlichen Intelligenz. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Gut gemeinte Ratschläge für das vermeintlich richtige Verhalten an der Börse gibt es viele.
Vor allem vertraute Weisheiten sind beliebt. Die wohl bekannteste Regel – selbst unter Nichtbörsianern – dürfte „Sell in May and go away“ sein. Sie besagt, im fünften Monat des Jahres die Aktien zu verkaufen und den Märkten lieber erst einmal den Rücken zuzukehren, um Kursverluste zu vermeiden.
Sie steht gerade derzeit wieder auf dem Prüfstand – in einem doch recht anspruchsvollen Marktumfeld. Zur Rückkehr an die Börse mit hoffentlich tieferen Aktienkursen wird Anlegern oft für September geraten oder auch später, die traditionelle Jahresendrally schon wieder im Blick. Nach einem fulminanten Jahresplus von 23 Prozent im vergangenen Jahr liegt der Dax derzeit seit Jahresbeginn leicht im Minus.
Was Experten sagen
Vor allem das fortgesetzte Hin und Her in einem nicht enden wollenden Irankrieg, aber auch andere kriegerische Auseinandersetzungen und geopolitische Krisen sowie zahlreiche politische Verwerfungen sorgen für große Unsicherheit. Doch trotz der deutlich gestiegenen Energiepreise, welche die Inflation zuletzt in den USA unerwartet stark befeuert haben, befindet sich ein US-Aktienindex wie der S&P 500 in der Nähe von Allzeithochs. „Historisch gesehen basiert die Sell-in-May-Strategie auf der Vermutung, dass sich die Aktienmärkte in den Sommermonaten von Mai bis Oktober schwächer entwickeln als im Winterhalbjahr, also in den Monaten November bis April“, sagt Carsten Klude, Chefvolkswirt des Hamburger Bankhauses M.
Der Blick in die Vergangenheit und auf Daten seit dem Jahr 1965 zeige, dass zum Beispiel der Dax zwischen Mai und Oktober in etwa der Hälfte der Fälle eine negative Wertentwicklung aufweise und die Kurse der Dax-Aktien in diesem Zeitraum im Durchschnitt um 0,4 Prozent gestiegen seien. Seit dem Jahr 2010 sei die Anzahl der negativen Mai-bis-Oktober-Zeiträume allerdings auf rund 40 Prozent gesunken, sagt Klude. Noch weniger Sinn mache die „Sell in May“-Regel in den USA: Sowohl für den breiten US-Aktienindex S&P 500 (seit 1965) als auch den Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq (seit 1971) belaufe sich die Anzahl der Zeiträume mit einer negativen Wertentwicklung nur auf rund ein Drittel.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





