
Debatte in Spanien: Mieterverband bezeichnet Franziskanerorden als „Miet-Hai“
Debatte in Spanien : Mieterverband bezeichnet Franziskanerorden als „Miet-Hai“ 09.05.2026, 13:08Lesezeit: 2 Min. Blick in die Straße Preciados, eine Fußgängerzone im Zentrum MadridsdpaBereichert sich ausgerechnet der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Debatte in Spanien : Mieterverband bezeichnet Franziskanerorden als „Miet-Hai“ 09. 2026, 13:08Lesezeit: 2 Min. Blick in die Straße Preciados, eine Fußgängerzone im Zentrum MadridsdpaBereichert sich ausgerechnet der Franziskanerorden an seinen Mietern?
Das behauptet zumindest ein spanisches Mieterkollektiv. Zuvor hatte es eine Zwangsräumung gegeben. Der Orden verteidigt sich.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Nach mehreren Zwangsräumungen in Madrid hat ein spanischer Mieterverband dem Franziskanerorden Profitgier und Immobilienspekulation vorgeworfen. Das Mieterkollektiv Sindicato de Inquilinos bezeichnete den Orden als „Miet-Hai“ und protestiert gegen die Kündigung von Bewohnern aus Gebäuden in franziskanischem Besitz. Vor wenigen Tagen hatte das Kollektiv erfolglos die Zwangsräumung eines Rentners zu verhindern versucht.
Aktivisten hielten bereits in der Nacht vor der Zwangsräumung Mahnwachen. Am nächsten Morgen musste die Polizei einschreiten, um den Rentner aus der Wohnung zu holen, der nun obdachlos sein soll. „Opfer der Kirche“Laut dem Mieterverband ist der 67-Jährige, der seine im vergangenen Jahr stark angehobene Miete nicht mehr bezahlen konnte, bereits das 40.
Der Fall geht derzeit in sozialen Netzwerken und in den Medien viral. Der Rentner wird zum Symbol für die allgemeine Wohnungs- und Verdrängungskrise. Ferienwohnungen, fehlende Sozialwohnungen, Immobilienspekulation: Der Wohnungsmarkt in Spanien ist seit Jahren angespannt.
Was Experten sagen
Mieten und Kaufpreise sind in den letzten Jahren extrem gestiegen, während bezahlbarer Wohnraum knapp geworden ist. Die Regierung in Madrid sah sich bereits zu Mietpreisbremsen genötigt. Der Fall des Rentners sorgt dabei für besonderen Aufruhr, da der an der Armutsgrenze lebende Mann von einer religiösen Gemeinschaft aus der Wohnung entfernt wurde.
Schwere Vorwürfe gegen den OrdenLaut der Mietergewerkschaft besitzt der „Dritte Orden des Heiligen Franziskus“ im Zentrum Madrids mehr als einhundert Wohnungen. Die Ordensgemeinschaft soll renovierungsbedürftige Wohnungen zu günstigen Mieten vermieten und die Mieter im Gegenzug verpflichten, sich an der Renovierung zu beteiligen. Danach, so der Vorwurf, würden die Mieten so stark angehoben, dass die meisten sie nicht mehr zahlen könnten und die renovierten Wohnungen verlassen müssten.
Der Orden agiere mit Profitgier wie ein Miet-Hai und spekuliere auf Kosten armer Menschen, so Carolina Vilariño, Sprecherin der Mietergewerkschaft.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





