
Debatte um höhere Reichensteuer: Breite Schultern tragen schon heute mehr
Debatte um höhere Reichensteuer : Breite Schultern tragen schon heute mehr Von Manfred Schäfers 21.05.2026, 07:47Lesezeit: 3 Min. Frau mit Schmuck und Tasche vor ihrem Porsche in der Goethestraße in der Frankfurter...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Debatte um höhere Reichensteuer : Breite Schultern tragen schon heute mehr Von Manfred Schäfers 21. 2026, 07:47Lesezeit: 3 Min. Frau mit Schmuck und Tasche vor ihrem Porsche in der Goethestraße in der Frankfurter Innenstadt: SPD fordert höhere Reichensteuer.
Laila SieberDie Union öffnet sich dem Wunsch der SPD, Spitzeneinkommen stärker zu belasten. Die Familienunternehmer sind alarmiert, denn viele von ihnen zahlen Einkommensteuer, nicht Körperschaftsteuer. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App „Breite Schultern müssen mehr tragen.
Die Einzelheiten
“ Das ist eine Forderung, die zu den Klassikern in der Steuerdebatte gehört. Der internationale Schlachtruf lautet kurz und prägnant: „Tax the rich. “ Beides klingt gut, führt aber leicht in die Irre.
Denn es wirkt so, als ob „die Reichen“ heute sehr billig beim Finanzamt davonkämen. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall – zumindest in Deutschland. Und doch deutet alles hin auf eine weitere Erhöhung des Steuertarifs in der Spitze, um die geplanten Entlastungen für untere und mittlere Einkommen zumindest teilweise finanzieren zu können.
Die SPD will das ohnehin, zuletzt haben sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der CSU-Vorsitzende Markus Söder offen für ein Drehen am Reichensteuersatz gezeigt. Die Interessenvertretung der Familienunternehmer ist alarmiert, denn viele von ihnen zahlen nicht Körperschaftsteuer, sondern Einkommensteuer. 456 Euro teilt sich die Schar der SteuerzahlerDas Bundesfinanzministerium listet regelmäßig auf, welche Gruppen wie viel zum Einkommensteueraufkommen beitragen, einschließlich Lohnsteuer.
Was Experten sagen
Mit Einkünften von 290. 640 Euro im Jahr gehört man zum einen Prozent der Steuerpflichtigen mit den höchsten Einkünften. Damit bewegt man sich in dem Bereich, wo die Reichensteuer von 45 Prozent einsetzt – plus Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Steuerschuld, versteht sich.
Dieses oberste Prozent steht für 13,4 Prozent der zu versteuernden Einkommen und sorgt für 23,6 Prozent des gesamten Lohn- und Einkommensteueraufkommens. Außerdem finanziert es 63,3 Prozent vom Solidaritätszuschlag. So geht es weiter, wenn man in der Tabelle des Ministeriums herunterfährt.
692 Euro gehört man zu den oberen 15 Prozent. 46,7 Prozent des zu versteuernden Einkommens und 65,1 Prozent des Steueraufkommens entfallen auf diese Gruppe. 456 Euro teilt sich die Schar der Steuerzahler, die eine Hälfte verdient mehr, die andere Hälfte weniger.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




