
Deutsche Bahn: Stuttgart 21 wird noch mal mehrere Milliarden teurer
Umstrittenes Bahn-Projekt Stuttgart 21 wird noch mal mehrere Milliarden teurer Die Eröffnung des neuen Stuttgarter Tiefbahnhofs wurde kürzlich erneut verschoben. Nun ist nach SPIEGEL-Informationen klar: Auch die Kosten...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Umstrittenes Bahn-Projekt Stuttgart 21 wird noch mal mehrere Milliarden teurer Die Eröffnung des neuen Stuttgarter Tiefbahnhofs wurde kürzlich erneut verschoben. Nun ist nach SPIEGEL-Informationen klar: Auch die Kosten steigen weiter. 11 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Bauarbeiten am zukünftigen Stuttgarter Hauptbahnhof Foto: Christoph Schmidt / dpa Die Kosten für das umstrittene Bahn-Projekt Stuttgart 21 steigen weiter. Nach SPIEGEL-Informationen rechnet die Bahn mit Mehrkosten in Höhe von rund drei Milliarden Euro.
Die Einzelheiten
Damit erhöhen sich die Gesamtkosten auf etwa 14,5 Milliarden Euro. Zuvor hatten bereits mehrere Medien über die Kostensteigerung berichtet. Der Preis für den neuen Stuttgarter Tiefbahnhof und die Neuordnung des Bahnknotens war in den vergangenen Jahren immer wieder gestiegen.
In einem Finanzierungsvertrag aus dem Jahr 2009 ist nur die Verteilung von Kosten bis zu einer Höhe von gut 4,5 Milliarden Euro geregelt. Damals ging man von Baukosten in Höhe von rund drei Milliarden Euro aus und plante noch einen Puffer in Höhe von 1,5 Milliarden ein. Anfang Juni war bereits öffentlich geworden, dass Stuttgart 21 noch später fertiggestellt wird als zuletzt angenommen.
Die Eröffnung des Durchgangsbahnhofs muss auf Dezember 2031 verschoben werden. Der Termin war bereits mehrmals geändert worden. Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla hatte schon kurz nach ihrem Amtsantritt verkündet, dass die zuletzt geplante Eröffnung im Dezember 2026 nicht mehr zu halten sei.
Was Experten sagen
Damit war bereits klar gewesen, dass die Kosten für Stuttgart 21 weiter steigen würden. Mehr dazu lesen Sie hier. Für die Deutsche Bahn ist die Verschiebung der Inbetriebnahme und die damit verbundene Kostensteigerung auch ein finanzielles Desaster.
Denn alle Mehrkosten, die über den Finanzierungsvertrag hinausgehen, muss das Unternehmen einem Gerichtsurteil zufolge allein tragen. Mehr zum Thema Verspätungsmisere beim Staatskonzern: Bahn-Chefin Palla fordert mehr Geld – sonst kommen die Züge nicht pünktlicher Von David Böcking Milliardenbau: Bahnprojekt Stuttgart 21 wird frühestens Ende 2031 fertig Neue Probleme bei Stuttgart 21: Das folgt aus dem Megaflop der Deutschen Bahn Von Arvid Haitsch und Lukas Kissel Als Hauptgründe für die neuerliche Verschiebung nannte die Bahn laut Teilnehmern im Verkehrsausschuss unter anderem die Digitalisierung des Stuttgarter Bahnknotens, die deutlich schwieriger sei als zunächst gedacht. Zudem hätten Planungsprozesse nicht den nötigen Reifegrad gehabt.
Zudem gebe es Probleme mit einem Technikgebäude, das für den aktuellen Bedarf nicht mehr passend sei. Nachbessern muss die Bahn Teilnehmern des Verkehrsausschusses zufolge auch bei Steuerungstechnik und der Energieversorgung.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





