
Deutz will Rüstungsfirma FFG kaufen
Vom Autozulieferer zum Rüstungskonzern Deutz will Rüstungsfirma FFG kaufen Das Kölner Traditionsunternehmen Deutz vollzieht die Wandlung vom Motorenhersteller zum Rüstungskonzern. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg ist...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Vom Autozulieferer zum Rüstungskonzern Deutz will Rüstungsfirma FFG kaufen Das Kölner Traditionsunternehmen Deutz vollzieht die Wandlung vom Motorenhersteller zum Rüstungskonzern. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg ist die Übernahme der Flensburger Militärfirma FFG. 56 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Motorenproduktion bei Deutz: Deutliche Umsatzsteigerung Foto: Rolf Vennenbernd / dpa Der Kölner Motorenbauer Deutz peilt den größten Zukauf seiner gut 160-jährigen Firmengeschichte an. Wie das Unternehmen in Köln mitteilte, wurde eine Vereinbarung zur Übernahme des Rüstungskonzerns FFG Flensburger Fahrzeugbau GmbH aus Schleswig-Holstein geschlossen.
Die Einzelheiten
Der Kaufpreis liege bei rund 1,6 Milliarden Euro. Er soll teilweise in Aktien bezahlt werden, die Deutz neu ausgibt. Die bisherige Eigentümerfamilie der FFG soll künftig 29,9 Prozent der Deutz-Anteile halten.
Die Aktie stieg am Morgen auf der Handelsplattform Tradegate um 7 Prozent an gegenüber dem Xetra-Schlusskurs von Mittwoch. Für die Transaktion steht noch die Zustimmung der Hauptversammlung aus, außerdem fehlt noch die Zustimmung von Kartellbehörden. Die Übernahme soll Ende 2026 oder Anfang 2027 abgeschlossen sein.
Zu den aktuell rund 6000 Deutz-Beschäftigten kämen dann 1100 Beschäftigte der FFG hinzu. »Zusammen mit FFG wird Deutz zu einem führenden nationalen Systemanbieter für militärische Fahrzeuge, Antriebe und Energielösungen«, sagt Deutz-Chef Sebastian Schulte. Geschäft mit MilitärfahrzeugenDie Flensburger Firma produziert, wartet und modernisiert Schützenpanzer, Mannschaftstransporter und andere Militärfahrzeuge.
Was Experten sagen
Ein Kunde ist die Bundeswehr. 2025 kam die Firma den Angaben zufolge auf einen Umsatz von 760 Millionen Euro, sie ist profitabel. Mit dem Zukauf stärkt Deutz seine noch kleine Rüstungssparte, die Motoren für einen polnischen Truppentransporter und Hilfsmotoren für Panzer herstellt.
Im vergangenen Jahr kaufte Deutz einen Drohnen-Zulieferer. Dessen Elektroantriebe und Steuerantriebe sind in Drohnen verbaut, die von der ukrainischen Armee genutzt werden. Mehr zum Thema Investition in Rüstungsbranche: Motorenbauer Deutz kauft Drohnenzulieferer Sobek 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Rüstungsindustrie: Rheinmetall übernimmt Militärsparte der Lürssen-Gruppe 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Mehr Panzer, weniger Pkw: Rheinmetall verkauft Autozuliefergeschäft 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Deutz stellt vor allem Verbrennungsmotoren für schweres Gerät her, etwa für Kräne, Hebebühnen und Landmaschinen.
Die Firma gilt als ein Profiteur der geplanten Milliardeninvestitionen des Bundes in die Infrastruktur.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





