
DGB-Chefin Yasmin Fahimi: Keine Frau für Kompromisse
DGB-Chefin Yasmin Fahimi : Keine Frau für Kompromisse Von Dietrich Creutzburg 01.05.2026, 17:40 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi am Freitag auf der Kundgebung zum 1. Mai in...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. DGB-Chefin Yasmin Fahimi : Keine Frau für Kompromisse Von Dietrich Creutzburg 01. 2026, 17:40 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi am Freitag auf der Kundgebung zum 1.
Mai in Nürnberg, neben ihr der DGB-Regionalgeschäftsführer für Mittelfranken Stephan Doll dpa Nach dem Tag der Arbeit bewirbt sich Yasmin Fahimi für die Wiederwahl als DGB-Vorsitzende. In ihrer ersten Amtszeit eilte sie von Erfolg zu Erfolg – zum Leidwesen der Arbeitgeber. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Für Yasmin Fahimi fallen in diesem Jahr gleich zwei herausragende Termine in den sogenannten Wonnemonat.
Die Einzelheiten
Mai hatte sie – natürlich – die Hauptrede auf der zentralen Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zu halten. Diese Feiertagsarbeit ist unabdingbar, wenn man an der Spitze des gewerkschaftlichen Dachverbands steht. Zugleich war es eine Einstimmung auf das andere wichtige Ereignis: Am 10.
Mai beginnt der alle vier Jahre stattfindende DGB-Bundeskongress. Dort werden die Delegierten nicht nur beraten, mit welchen Forderungen und wie viel „Protest auf der Straße“ (Fahimi) sie die Regierung als Nächstes unter Druck setzen. Es geht auch darum, mit wie viel Rückhalt die Vorsitzende in eine zweite Amtszeit startet.
Vor vier Jahren hatten die Gewerkschaften lange vergeblich nach einer geeigneten Person für die Nachfolge von Reiner Hoffmann gesucht, bevor die Chemie-Gewerkschafterin und frühere SPD-Generalsekretärin in den Blick kam. In der Wahl erzielte Fahimi dann aber mit 93 Prozent eines der besten Ergebnisse der jüngeren DGB-Geschichte. Entsprechend hoch liegt nun die Messlatte.
Was Experten sagen
Mindestlohn, Schuldenbremse, Rentenpaket Zugleich ist der DGB als politische Interessenvertretung seither sehr erfolgreich. Die Ampelkoalition erhöhte den Mindestlohn, wie gefordert, gegen den Protest der Arbeitgeber auf zwölf Euro. Den von Fahimi vehement geforderten Abbau der Schuldenbremse brachte dann Friedrich Merz (CDU) voran.
Es folgte ein Rentenpaket, das den Anstieg der Sozialausgaben beschleunigt, obwohl der „Herbst der Reformen“ sie bremsen sollte. Und mit dem „Tariftreuegesetz“ setzte die Koalition eine weitere alte DGB-Forderung gegen allen Arbeitgeberprotest um. Zwei Schatten fallen auf diese lobbyistischen Erfolge.
Zum einen steigt die Arbeitslosigkeit, jährlich fallen mehr als hunderttausend Industriearbeitsplätze weg; was auch mit einer hohen Arbeits- und Bürokratiekostenlast für die Betriebe zu tun haben könnte. Zum anderen steht die Koalition wegen leerer Kassen unter steigendem Druck, nun doch auch jene anderen Sozialreformen anzugehen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





