
Ebola-Ausbruch: Ärzte ohne Grenzen bereiten Großeinsatz in Kongo vor
Ebola-Ausbruch : Ärzte ohne Grenzen bereiten Großeinsatz in Kongo vor 17.05.2026, 10:24Lesezeit: 2 Min. In Bunia in der Demokratischen Republik Kongo wird ein Mann in ein Krankenhaus gebracht./Victoire MukengeKein...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Ebola-Ausbruch : Ärzte ohne Grenzen bereiten Großeinsatz in Kongo vor 17. 2026, 10:24Lesezeit: 2 Min. In Bunia in der Demokratischen Republik Kongo wird ein Mann in ein Krankenhaus gebracht.
/Victoire MukengeKein Impfstoff und eine heikle Sicherheitslage: Der aktuelle Ebola-Ausbruch in Kongo und Uganda ist laut WHO ein „außergewöhnliches Ereignis“, es drohe eine regionale Ausbreitung. Ein Wettlauf zur Eindämmung beginnt. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Nach einem neuen Ausbruch des gefährlichen Ebola-Fiebers in der Demokratischen Republik Kongo bereitet die medizinische Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen einen Großeinsatz vor.
Die Einzelheiten
Aktuell gibt es nach Angaben der Gesundheitsorganisation Africa CDC 336 Verdachtsfälle sowie 88 gemeldete Todesfälle. Dazu gehört auch ein im benachbarten Uganda an Ebola gestorbener Mann. Bei dem Ausbruch handelt es sich um den Bundibugyo-Stamm des Virus, für den es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keinen zugelassenen Impfstoff gibt.
„Die Zahl der Fälle und Todesfälle, die wir in so kurzer Zeit beobachten, ist äußerst besorgniserregend“, sagte die Leiterin des Nothilfeprogramms von Ärzte ohne Grenzen, Trish Newport. Dazu komme die Ausbreitung über mehrere Gesundheitszonen innerhalb Kongos hinweg sowie über die Grenze nach Uganda. Die Lage sei zusätzlich dadurch erschwert, dass der Zugang zu medizinischer Versorgung in der Region schwierig sei, so Newport.
Die Organisation stelle derzeit Teams zusammen, die Erfahrung im Umgang mit Ausbrüchen von viralem hämorrhagischem Fieber hätten und mobilisiere lebenswichtige Hilfsgüter. Die WHO rief in der Nacht zum Sonntag eine internationale Gesundheitsnotlage aus. Alle zehn Nachbarländer Kongos seien einem hohen Risiko ausgesetzt.
Was Experten sagen
Es handle sich jedoch um keinen Pandemie-Alarm, stellte die WHO klar. WHO: Ausbruch könnte viel größer sein als bekanntBei früheren Ausbrüchen der lebensbedrohlichen Krankheit hatte es sich laut Africa CDC hauptsächlich um den am häufigsten vorkommenden Zaire-Ebolavirus gehandelt, für den ein Impfstoff entwickelt wurde. Allerdings habe die Bundibugyo-Variante nach Angaben des US-amerikanischen Gesundheitsinstitutes NIH eine niedrigere Sterblichkeitsrate von etwa 37 Prozent.
Beim Zaire-Stamm liege diese bei bis zu 90 Prozent.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





