
Ebola: Kenianisches Gericht untersagt Quarantänezentrum für US-Patienten
Klage von Bürgerrechtlern Kenianisches Gericht untersagt Quarantänezentrum für US-Ebolapatienten Ein in Kenia errichtetes Quarantänezentrum für US-Bürger darf vorerst nicht in Betrieb genommen werden. Ein Gericht in dem...
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Klage von Bürgerrechtlern Kenianisches Gericht untersagt Quarantänezentrum für US-Ebolapatienten Ein in Kenia errichtetes Quarantänezentrum für US-Bürger darf vorerst nicht in Betrieb genommen werden. Ein Gericht in dem ostafrikanischen Land hat noch Fragen an die Regierung. 07 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Uganda bereiten sich auf ihren Einsatz für Ebolapatienten vor Foto: Badru Katumba / aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten In einem eigens für sie errichteten Quarantänezentrum in Kenia sollten US-amerikanische Ebolapatienten behandelt werden.
Nun hat ein Gericht die für Freitag geplante Eröffnung in dem ostafrikanischen Land vorerst untersagt. Bis auf Weiteres dürfe die kenianische Regierung kein von den USA oder anderen Staaten errichtetes Zentrum für die Quarantäne oder Behandlung von Ebolapatienten auf kenianischem Staatsgebiet genehmigen, hieß es in der Entscheidung des für Menschenrechtsfragen zuständigen Hohen Gerichts in Kenia. Die Regierung in Nairobi bekam 48 Stunden Zeit, um zu der Entscheidung Stellung zu nehmen.
Zum weiteren Verfahren will sich das Gericht am kommenden Dienstag äußern. »Geheime und einseitige« PlanungKatiba, eine kenianische Organisation zur Verteidigung der Verfassungsrechte, hatte ihre Klage gegen das Quarantänezentrum damit begründet, dass die US-Einrichtung »geheim und einseitig« geplant worden sei. Dies werfe »ernste verfassungsrechtliche Bedenken« auf.
Was Experten sagen
Auch der Verband der kenianischen Mediziner und Apotheker (KMPDU) warnte, die Regierung setze für »ausländische Hilfen« das Leben ihrer Bürger aufs Spiel. Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (Africa CDC) warnte, die geplante Einrichtung könne »zusätzlichen Druck« auf das kenianische Gesundheitssystem ausüben. Die Übernahme der Quarantäne für »ausländische Staatsbürger« könne die Kapazitäten des ostafrikanischen Landes »überdehnen«.
Kenias Regierung hat sich bislang nicht offiziell zu der geplanten US-Quarantäneeinrichtung geäußert. Mehr zum Thema Kenianische Bürgerrechtler klagen: Widerstand gegen Ebolabehandlung von US-Bürgern in Kenia Seltenes Bundibugyo-Virus in Afrika: Wird dieser Ebolaausbruch der größte, den es je gab? Von Alina Schadwinkel WHO ruft Gesundheitsnotstand aus: Drei Gründe, warum der neue Ebola-Ausbruch beunruhigend ist Von Alina Schadwinkel Das Quarantänezentrum mit 50 Betten sollte auf dem Luftwaffenstützpunkt Laikipia rund 200 Kilometer nördlich von Kenias Hauptstadt Nairobi eingerichtet und später noch ausgebaut werden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





