
Elefanten-Ohren: Forscher vermessen, was die Tiere zu Lauschexperten macht
Vibrationen spielen Hauptrolle Warum Elefanten so gut hören Elefanten können Signale über Kilometer hinweg empfangen. Ihre großen Ohren sind dabei eher unwichtig. Was sie zu Lauschexperten macht, hat ein Forscherteam...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Vibrationen spielen Hauptrolle Warum Elefanten so gut hören Elefanten können Signale über Kilometer hinweg empfangen. Ihre großen Ohren sind dabei eher unwichtig. Was sie zu Lauschexperten macht, hat ein Forscherteam nun im Detail vermessen.
15 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Elefantenohren sind riesige Kühlflächen Foto: Sergi Reboredo / VW Pics / Universal Images Group / Getty Images aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Durch Vibrationen im Boden können sich Elefanten über mehrere Kilometer hinweg unterhalten. Die Signale wandern durch das Skelett bis ins Innenohr. Wie die Tiere die schwachen Bodenschwingungen so gut aufnehmen können, hat nun ein Forschungsteam im Fachmagazin Journal »Frontiers in Audiology and Otology« beschrieben.
Es konnte erstmals direkt im Körper nachweisen, wie der Schall im Mittelohr weitergegeben wird. Die großen, gut durchbluteten Außenohren spielen dabei nur eine Nebenrolle. Sie dienen Elefanten vor allem als Kühlflächen und geben beim Hin- und Herwedeln Wärme ab.
Was Experten sagen
Entscheidend fürs Hören sind die Gehörknöchelchen im Mittelohr. Sie sind laut den Studienautoren rund neunmal schwerer als beim Menschen, die Trommelfelle etwa siebenmal größer. Schon das trage dazu bei, dass Elefanten tiefe Töne besonders gut wahrnehmen können, heißt es.
Grundfrequenzen von etwa 10 bis 20 HertzDie Tiere können über Distanzen von mehr als vier Kilometern kommunizieren – etwa, um in der Savanne den Kontakt zu weit entfernten Familienmitgliedern zu halten oder Informationen über die Umgebung und mögliche Gefahren weiterzugeben. »Elefanten nutzen die Fähigkeit, ihre Gehörgänge zu verschließen, für die Kommunikation über größere Entfernungen« Sunil Puria, Gehörforscher Möglich machen das extrem tiefe Laute: Elefanten können Töne mit einer Grundfrequenz von 10 bis 20 Hertz erzeugen, und mit so hohen Schallpegeln, dass sie sich entlang der Erdoberfläche ähnlich wie Wasserwellen ausbreiten. Die dabei entstehenden Vibrationen des Bodens werden über die Beine und das Skelett bis zum Schläfenbein im Schädel geleitet.
Dort sitzen die Gehörknöchelchen, die die Erschütterungen aufnehmen und in Bewegung geraten. Ohren zu, um besser zu hörenOhrhörer wie AirPods könnten für Menschen störend sein, »da wir körpereigene Geräusche lauter wahrnehmen als gewöhnlich, beispielsweise beim Gehen oder Kauen«, erklärt der Hauptautor Sunil Puria vom Department of Otolaryngology der Harvard Medical School in Boston. »Elefanten hingegen nutzen die Fähigkeit, ihre Gehörgänge zu verschließen, für die Kommunikation über größere Entfernungen möglicherweise zu ihrem Vorteil.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





