
Embryonenforschung: Sie optimieren Methoden, keine Menschen
Embryonenforschung : Sie optimieren Methoden, keine Menschen Ein Kommentar von Joachim Müller-Jung 25.06.2026, 18:11Lesezeit: 4 Min. Menschliche Embryonen kurz nach der Befruchtung, die zur Genanalyse in der Petrischale...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Embryonenforschung : Sie optimieren Methoden, keine Menschen Ein Kommentar von Joachim Müller-Jung 25. 2026, 18:11Lesezeit: 4 Min. Menschliche Embryonen kurz nach der Befruchtung, die zur Genanalyse in der Petrischale kultiviert werdendpaZwei Experimente mit menschlichen Embryonen zeigen: Das Erbgut kann früh und präzise verändert werden.
Allerdings wollen Forscher keine manipulierten Babys. Eine gesellschaftliche Debatte soll darüber entscheiden. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es war schon immer prekär, frühe menschliche Embryonen im Labor zu kultivieren und zu „verbessern“.
Die Einzelheiten
Sie in Petrischalen wachsen zu lassen und zu manipulieren, sie anschließend auch zu entsorgen – oder noch schlimmer, wie der Chinese He Jiankui im Jahr 2018, die genetisch veränderten Embryonen am Ende auf eine Frau zu übertragen und austragen zu lassen. Vielleicht deshalb und nach dem anschließenden Votum der wichtigsten Wissenschaftsakademien der Welt, die manipulierten Embryonen eben nicht in der Reproduktionsmedizin einzusetzen, war es still um die Embryonenforschung geworden. Und so könnte es auch nach den neuesten bekannt gewordenen Experimenten in den USA und Großbritannien vorerst bleiben.
Keine skandalumwitterten ExperimenteViel Skandalöses ist jedenfalls nicht passiert. Es wurden keine ethischen oder juristischen Grenzen (in dem jeweiligen Land) überschritten, es wurden auch keine gentechnisch veränderten Babys geboren. Allerdings zeigen die neuen Laborexperimente aufs Neue: Die Embryonenforschung hält keineswegs still.
Vielmehr wird aus den beiden jüngsten Studien sehr deutlich, wie tief die Idee in der biomedizinischen Forschung verwurzelt ist, etwaige Defekte oder nachteilige Eigenschaften direkt schon am Embryo erkennen und am Ende womöglich dort korrigieren zu wollen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Schon vor wenigen Wochen war eine bis heute noch nicht wissenschaftlich begutachtete Experimentreihe von Dieter Egli und seinen Kollegen an der Columbia University in New York bekannt geworden.
Was Experten sagen
Sie hat gezeigt: Mit einer modifizierten Methode der CRISPR-Genschere, dem sogenannten Basen-Editing, lassen sich Gene im Embryo verändern, ohne dass das Erbgut leidet oder irreparable Chromosomenschäden entstehen. Die Zielrichtung war klar: Keimbahntherapien in der Petrischale – ein Verfahren, das allerdings in Deutschland und in vielen anderen Ländern bislang uneingeschränkt verboten ist. Genregulatoren für die GrundlagenforschungDie zweite Studie ist nun in „Nature“ erschienen.
Bei diesem Experiment am Francis Crick Institute in London haben Kathy Niakan und ihr Team das Basen-Editieren an bis zu zwei Wochen alten Embryonen getestet, die als überzählige Embryonen von Kinderwunsch-Paaren nach der In-vitro-Fertilisationsbehandlung gespendet worden waren. Ihr Augenmerk lag auf der Embryonalentwicklung.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





