
Erzgebirge: Stellt bald eine rechtsextreme Partei den Oberbürgermeister?
Erzgebirge : Stellt bald eine rechtsextreme Partei den Oberbürgermeister? Von Markus Wehner, Erfurt 11.05.2026, 14:27Lesezeit: 2 Min. Stefan Hartung im März 2023 bei einer Demo der „Freien Sachsen“ in Chemnitz.ImagoBei...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Erzgebirge : Stellt bald eine rechtsextreme Partei den Oberbürgermeister? Von Markus Wehner, Erfurt 11. 2026, 14:27Lesezeit: 2 Min.
Stefan Hartung im März 2023 bei einer Demo der „Freien Sachsen“ in Chemnitz. ImagoBei der Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema im Erzgebirge hat Stefan Hartung von den „Freien Sachsen“ die erste Runde gewonnen. Mitbewerber reagieren fassungslos.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Stefan Hartung ist eine der zentralen Personen in der rechtsextremistischen Szene in Sachsen. Am Sonntag gewann er in der Kreisstadt Aue-Bad Schlema im sächsischen Erzgebirge die erste Runde der Oberbürgermeisterwahlen. Als Kandidat der „Freien Sachsen“ erzielte er 29 Prozent der Stimmen.
Die „Freien Sachsen“ werden vom Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistisch eingestuft und vertreten antidemokratische und volksverhetzende Inhalte. Sie sind eine Kleinpartei mit 1200 Mitgliedern, die unter anderem den „Säxit“ fordern, den Austritt Sachsens aus der Bundesrepublik. Sie sehen sich als Sammlungsbecken von Neonazis, „Querdenkern“ und ehemaligen NPD-Kadern.
Bei der Kommunalwahl 2024 zogen die „Freien Sachsen“ in alle Kreisräte und die Räte der drei kreisfreien Städte in Sachsen ein und erzielten 2,7 Prozent; bei der Landtagswahl im selben Jahr erreichten sie 2,2 Prozent. Hartung gehört zu den Gründungsmitgliedern der 2021 gegründeten Partei und ist ihr Vizechef. Der sächsische Verfassungsschutz zitiert ihn in einem Bericht mit den Worten: „Mit jedem Tag mehr in diesem Regenbogen-Irrenhaus werde ich größerer Anhänger des ,Säxitsʻ.
Was Experten sagen
“ Hartung trat 2005 in die NPD ein und ist Mitglied der Nachfolgepartei „Die Heimat“, die hohe personelle und organisatorische Schnittmengen mit den „Freien Sachsen“ aufweist. Der IT-Unternehmer ist seit vielen Jahren Kreisrat im Erzgebirgskreis. Im zweiten Wahlgang reicht eine einfache MehrheitHinter Hartung lagen bei der Wahl am Sonntag der CDU-Bewerber Marcus Hoffmann, der 23,6 Prozent der Stimmen holte, und der Kandidat der Freien Wähler, Danny Weber, für den 22,5 Prozent votierten.
Der Kandidat der AfD, Lars Bochmann, erhielt 18,5 Prozent der Stimmen. Da keiner der Bewerber die absolute Mehrheit gewann, fällt die Entscheidung in der zweiten Runde am 7. Im zweiten Wahlgang reicht eine einfache Mehrheit.
Nach der sächsischen Kommunalwahlordnung können dann alle Bewerber wieder antreten. Um einen Sieg von Hartung zu verhindern, müssten sich CDU und Freie Wähler auf einen Kandidaten einigen. Viele Mitbewerber und Bürger zeigten sich fassungslos über den Ausgang der Wahl in der 19.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





