
EU-Gesetzgebung: Muss Europa bald ohne Kaffee aus Äthiopien auskommen?
EU-Gesetzgebung : Muss Europa bald ohne Kaffee aus Äthiopien auskommen? Von Katrin Albrecht 30.04.2026, 21:07 Lesezeit: 9 Min. Bildbeschreibung ausklappen In der Kaffeeproduktion von Mulu Tashome und Mulugeta Kenea in...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. EU-Gesetzgebung : Muss Europa bald ohne Kaffee aus Äthiopien auskommen? Von Katrin Albrecht 30. 2026, 21:07 Lesezeit: 9 Min.
Bildbeschreibung ausklappen In der Kaffeeproduktion von Mulu Tashome und Mulugeta Kenea in Äthiopien wird die Sonneeinstrahlung durch Blätter etwas gemildert. David Wünschel Äthiopien ist der Ursprung des Kaffees und ein einer der größte Kaffee-Exporteure. Doch die EU könnte als Absatzmarkt bald wegbrechen – wegen einer neuen Verordnung.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Im Schatten der Bäume bahnt sich Mulugeta Kenea den Weg durch seinen eigenen kleinen Wald. Vor fünf Jahren hat er die ersten Kaffeesetzlinge gepflanzt, inzwischen überragen ihn die Bäume um einen halben Meter. Immer wieder verfangen sich ihre Zweige in seinem blau karierten Hemd.
An den meisten Sträuchern hängen schon keine Früchte mehr. Die Erntezeit geht zu Ende. Jede Kaffeekirsche haben Kenea und seine Familie in den letzten Wochen per Hand gepflückt.
Jetzt fehlen ihnen nur noch einige Sträucher, an denen sich Zweige unter der Last Hunderter hellroter Früchte biegen. Mit seiner Frau Mulu Tashome beginnt er in geübten Bewegungen, Kirsche um Kirsche in den Korb am Boden zu legen. Von allein wäre Kenea nie auf die Idee gekommen, Kaffee anzupflanzen.
Was Experten sagen
Dabei ist Äthiopien dafür bekannt. Das Land gilt als Ursprungsland. Doch Kenea kommt aus Nono Benja im Westen Äthiopiens, das nicht zu den traditionellen Kaffeeregionen gehört.
Anders als zum Beispiel Kaffa, wo im neunten Jahrhundert ein Hirte den ersten Kaffee entdeckt haben soll. Mais und Hirse ernährten Keneas Familie nicht Kenea setzte lange auf Monokulturen wie Mais und Hirse. Die Ernte hat nie ausgereicht, um seine Frau und seine sechs Kinder zu ernähren.
Erst recht blieb nicht genug, um etwas auf dem Markt zu verkaufen. „Das war immer unsere größte Herausforderung“, sagt Kenea. „Die Arbeit, die wir in die Felder investiert haben, hat sich nie ausgezahlt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





