
FDP: Marie-Agnes Strack-Zimmermann will überraschende Kandidatur erst zwei Tage vor Parteitag beschlossen haben
Machtkampf bei der FDP Strack-Zimmermann will überraschende Kandidatur erst zwei Tage vor Parteitag beschlossen haben Spontane Aktion oder länger geplanter Angriff? Mit ihrer kurzfristigen Bewerbung um den FDP-Vorsitz...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Machtkampf bei der FDP Strack-Zimmermann will überraschende Kandidatur erst zwei Tage vor Parteitag beschlossen haben Spontane Aktion oder länger geplanter Angriff? Mit ihrer kurzfristigen Bewerbung um den FDP-Vorsitz hatte Marie-Agnes Strack-Zimmermann Teile der Partei in Schockstarre versetzt. Nun gibt sie Einblicke in die Planung des Wahldramas.
15 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Marie-Agnes Strack-Zimmermann: Prominenteste Vertreterin des sozialliberalen Flügels Foto: dts Nachrichtenagentur / ddp Es war der große Überraschungsmoment beim Parteitag der FDP: Unmittelbar vor der Wahl des neuen Parteivorsitzenden am Samstag hatte Marie-Agnes Strack-Zimmermann ihre Kandidatur erklärt und damit den späteren Sieger Wolfgang Kubicki in eine unerwartete Kampfabstimmung gezwungen.
Die Einzelheiten
Seither befindet sich die Partei in Aufruhr. Kritiker unterstellen Strack-Zimmermann, ihre Attacke von langer Hand geplant zu haben. Nun hat sie sich selbst zu den Vorbereitungen hinter ihrer dramatischen Kandidatur geäußert.
Nach eigenen Angaben hatte sie diese erst zwei Tage vor der Abstimmung beschlossen, sagte Strack-Zimmermann in der n-tv-Sendung »Pinar Atalay«. Eigentlich habe sie gar nicht antreten wollen. Nach dem Rückzug von FDP-Landeschef Henning Höne, dessen Bewerbung sie unterstützt hatte, habe sie bei den Partei-Mitgliedern eine wachsende Enttäuschung darüber wahrgenommen, »dass sie keine Wahl haben«, so Strack-Zimmermann.
»So gab ein Gedanke den anderen und dann habe ich mich entschieden. « Strack-Zimmermann sagte, sie habe zuvor eine einjährige Doppelspitze mit Kubicki ins Gespräch gebracht. Kubicki habe diese allerdings abgelehnt.
Was Experten sagen
Über ihre späteren Kandidaturpläne seien letztlich »um die 50 Leute« informiert gewesen. »Ich war überrascht, dass es nicht vorher durchgesickert war«, sagte sie. Mehr zum Thema Abkehr von Brandmauer zur AfD: »Für eine Partei, die kurz vorm Untergang steht, ist das besonders heikel« Ein Interview von Jakob Marlon Müller Zukunft der Liberalen: Dieser interne Zwist kann die FDP endgültig zerstören Ein Kommentar von Florian Gathmann Überraschendes Duell um FDP-Vorsitz: Und dann hat es Wolfgang Kubicki doch geschafft Von Florian Gathmann Bei der Abstimmung setzte sich Kubicki schließlich mit knapp 60 Prozent der Stimmen durch, ein deutlicher Dämpfer für den neuen Vorsitzenden.
Im Anschluss lieferte er sich mit Strack-Zimmermann über verschiedene Medien ein regelrechtes Wortgefecht. Kubicki richtete sich etwa direkt an seine Kontrahentin: »Marie-Agnes, Du hast nur 40 Prozent. Und jetzt weißt Du, wo der Hammer hängt«.
Daneben ließ er wenig Bereitschaft erkennen, auf den doch erheblichen Teil an Liberalen zuzugehen, die sich gegen ihn gestellt haben. Am Montag äußerten sich beide jedoch etwas versöhnlicher.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





